Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Luxuslimousinen aus Oldenburg: Die Wagen sind zum Fahren da

Oldenburg/Bremen (dpa) Ein Blick in die dunkle, große Garage von Fritz W. Hardach verführt augenblicklich zu einer Zeitreise in das vergangene Jahrhundert. Wunderschöne, alte Luxuslimousinen stehen fast schon ein wenig gedrängt in dem großen Raum.

Anzeige

Formvollendete Rundungen von der Kühlerhaube bis zum Heck, glänzender Chrom und elegante, stilvolle Accessoires lassen den Charme der späten 30er und frühen 50er wieder lebendig werden. Der Wahl-Oldenburger sammelt Nobelkarossen, die teilweise fast 70 Jahre alt sind.

«Es ist wie eine Krankheit, von der man nicht mehr loskommt. Sie ist gefährlich und hochansteckend.» So beschreibt der Sammler die Leidenschaft, die ihn seit rund 35 Jahren in den Bann zieht. Mehr als ein Dutzend Oldtimer kann der Röntgenarzt im Ruhestand mittlerweile sein Eigen nennen. Über mehrere tausend Kilometer sind die Autos auf Europas Straßen bereits gerollt. «Die Wagen sind zum Fahren da», sagt Fritz W. Hardach.

In den nächsten Tagen wird ihn die Reise in die Bremer Messehallen zur 6. Bremen Classic Motorshow führen. Vom 1. bis 3. Februar wird der 69-Jährige dort eine seiner Nobelkarossen ausstellen. Ein 5,50 Meter langer Maybach aus dem Jahre 1939 wird den Weg aus der Oldenburger Garage in die Bremer Messehallen finden. Dieser Termin ist vor allem wegen der Fundgrube von Ersatzteilen für Sammler etwas Besonderes. «Hier in Norddeutschland gibt es wenige Veranstaltungen dieser Art. Diese Messe ist innerhalb kürzester Zeit von Sammlern aus ganz Europa sehr gut angenommen worden», sagt Hardach.

«Historische Automobile und Zweirad-Klassiker zeigen sich in den sieben Messehallen von ihrer schönsten Seite, ergänzt durch Sonderschauen, Bühnenprogramm, Schauwerkstatt und vielem mehr», sagt Messesprecherin Christine Glander. Diese Messe wird sowohl ganz alte Oldtimer als auch Fahrzeuge aus den 70er Jahren zum Hingucker der sechsten Ausgabe dieser Veranstaltung machen.

Das Feuer für die rassigen und sehr stilvollen Wagen aus den späten 30er Jahren wurde in Hardach noch während seines Medizinstudiums entfacht. Während er einen neuen VW-Käfer fuhr, besaßen seine Freunde zum Teil noch Vorkriegswagen. Die Fahrt in einem «alten» Horch hat die «hochansteckende Krankheit» schließlich auf Hardach übertragen. «Mein erster sogenannter Oldtimer war ein Citroën 15CV Baujahr 1949 mit ausladenden Kotflügeln im Gangster-Stil. Den habe ich auch heute noch - und er fährt noch immer wie eine Eins.»

Zum Citroën kam bald der erste Maybach aus dem Jahr 1939 hinzu. Dem Maybach-Cabrio folgte die Limousine. Früher besaß der Röntgenarzt allein zehn Limousinen von Maybach, jetzt sind es noch sechs. Zur Sammlung gehören heute auch unterschiedliche Modelle der Hersteller Rolls Royce, Tschaika, Citroën, Buick, Opel und Mercedes meint der Norddeutsche fast schon so beiläufig als würde er nur von Modellautos reden.

Hardach investiert täglich durchschnittlich etwa zwei Stunden in die Instandhaltung oder Restaurierung seiner klassischen Luxuswagen. Gemeinsam mit Freunden und Bekannten, die das nötige Fachwissen haben, bringt er die Karossen auf Vordermann. «Allein könnte ich das nicht. Ich bin kein guter Techniker.»

Ölwechsel, Kleinigkeiten reparieren, Ersatzteile bestellen oder auch die historischen Wagen auf Hochglanz polieren - mit diesen Arbeiten verbringt der Ruheständler sehr gern seine Freizeit. Noch mehr Spaß machen ihm und seiner Frau Antje allerdings die Deutschland- oder Europa-Rundfahrten mit anderen Oldtimer-Freunden. «Die auf diesem Weg geschlossenen Freundschaften machen diese Sammelleidenschaft noch viel wertvoller als sie ohnehin schon ist», sagt Antje Hardach.

Bremen Classic Motorshow: www.classicmotorshow.de

THEMEN

Anzeige
Anzeige