Mäzenatenpreis für Museumsgründerin Barbara Lambrecht

Die Siegerländer Kunstmäzenin und Gesellschafterin der Krombacher Brauerei, Barbara Lambrecht, wird mit dem Maecenas-Preis 2017 ausgezeichnet. Die undotierte Auszeichnung vergibt der Bonner „Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute“ (AsKI) für herausragendes privates Mäzenatentum. Geehrt werde die 1935 geborene Lambrecht für „ihr außerordentliches kulturelles Engagement in ihrer Heimatregion Siegerland“, teilte der Arbeitskreis am Freitag in Bonn mit. Der Maecenas-Preis wird ihr am 20. November im Bonner Beethoven-Haus überreicht.

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Bonn

, 22.09.2017, 12:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Barbara Lambrecht. Foto: Hartmut Reeh/Archiv

Barbara Lambrecht. Foto: Hartmut Reeh/Archiv

Lambrecht hatte 1997 die Peter Paul Rubens-Stiftung errichtet, mit der sie die Gründung des Museums für Gegenwartskunst in Siegen 2001 ermöglichte. Zugleich baute sie mit der Stiftung eine hochkarätige Kunstsammlung mit Werken aller Rubenspreisträger seit 1955 auf. Darunter sind umfassende Werkgruppen etwa von Francis Bacon, Cy Twombly und Lucian Freud. Im März hatte Lambrecht ihre private Kunstsammlung für umgerechnet 20 Millionen Euro in London versteigern lassen. Der Erlös kommt der weiter wachsenden Museumssammlung zugute.

Träger des Maecenas-Preises sind unter anderem die Geigenvirtuosin Anne-Sophie Mutter und die Kunstsammler Anette und Udo Brandhorst. Der AsKI ist ein Verbund von 36 selbstständigen Kultur- und Forschungsinstituten und Träger der Casa di Goethe in Rom.