Mann stirbt bei Brand, Explosion in Mehrfamilienhaus, noch mehr Schnee

Das Morgen-Update

Bei einem Brand in Wanne-Eickel ist ein Mann gestorben, ein 22-Jähriger soll eine Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Mönchengladbach verursacht haben, auf der niegelnagelneuen Schnellfahrstrecke der Bahn ist erneut ein Zug liegen geblieben. Die SPD prüft ein neues Regierungsmodell, noch mehr Schnee, eine Entscheidung im „Horrorhaus“-Prozess und neue Missionen im Weltall: Hier erfahren Sie, was Sie in der Nacht verpasst haben und was der Tag bringt.

NRW

, 12.12.2017, 08:19 Uhr / Lesedauer: 6 min
Mann stirbt bei Brand, Explosion in  Mehrfamilienhaus, noch mehr Schnee

Das Wetter:

Auch heute Vormittag gibt es noch Schnee, der Richtung Osten abzieht. Im Münsterland und in Ostwestfalen kann es jedoch noch bis zum Nachmittag Neuschnee geben. Am Abend herrscht erhöhte Glättegefahr durch überfrierende Nässe. Die Temperaturen erreichen Werte zwischen 3 und 6 Grad.

Der Verkehr

 

Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • Bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Mönchengladbach sind neun Menschen leicht verletzt worden - sie klagten über Rauchgasbeschwerden. Es bestehe der Verdacht, dass ein 22 Jahre alter Bewohner die Explosion vorsätzlich herbeigeführt habe, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Ein Hausbewohner hatte einen lauten Knall gehört. Eine Wohnung auf der ersten Etage des Hauses brannte, es entwickelte sich starker Rauch. Das Wohnhaus musste evakuiert werden. Nach ersten Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass der 22-Jährige für die Explosion verantwortlich ist. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.

  • Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Wanne-Eickel ist am Montag ein Mensch ums Leben gekommen. Das Feuer sei am Nachmittag aus ungeklärter Ursache in einer der Wohnungen des Hauses ausgebrochen, teilte die Polizei in Bochum am Abend mit. Der Bewohner der Wohnung sei gestorben. Die übrigen Menschen in dem dreigeschossigen Gebäude konnten sich nach diesen Angaben rechtzeitig ins Freie retten. Sie wurden von der Feuerwehr und der Polizei versorgt und in Ersatzquartieren untergebracht, wie die Polizei weiter mitteilte.

  • Auf der Schnellfahrstrecke der Bahn zwischen Berlin und München ist erneut ein Zug ausgefallen. Der ICE, der um 7.38 Uhr im Berliner Hauptbahnhof starten sollte, fährt nicht. Grund sei eine technische Störung am Zug, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Die gleiche Verbindung war bereits gestern ausgefallen, weil der Zug als Folge einer Verspätung am Vortag nicht abfahrbereit am Bahnhof gestanden war. Auf der neuen Verbindung von Berlin nach München brauchen die Züge fahrplanmäßig nun vier bis viereinhalb Stunden statt bisher sechs. Auf der Strecke fahren seit Sonntag regulär Züge.

  • In der SPD wird angesichts des Widerstandes gegen eine große Koalition eine für Deutschland ganz neue Form der Regierungszusammenarbeit geprüft. Parteichef Martin Schulz erläuterte nach Teilnehmerangaben in der Fraktionssitzung am Abend ein Modell, bei dem nur bestimmte Kernprojekte im Koalitionsvertrag verankert werden. Andere bleiben bewusst offen, damit sie im Bundestag diskutiert und ausverhandelt werden können. Das würde Raum geben zur Profilierung - und zu wechselnden Mehrheiten. Die Idee einer Kooperationskoalition („KoKo“) stammt von der Parteilinken. Kurz vor den Verhandlungen der Spitzen von CDU/CSU und SPD hat Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz alle Beteiligten bei ihren Forderungen zur Zurückhaltung aufgerufen. „Es wäre nicht klug, in dieser Phase rote Linien zu ziehen oder Punkte für unverhandelbar zu erklären“, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende. Daran seien die Jamaika-Verhandlungen von Union, FDP und Grünen gescheitert.

  • Bei einem Verkehrsunfall in Nordkirchen im Kreis Coesfeld ist ein 76-Jähriger schwer verletzt worden. Der Mann hatte nach einem Unfall ohne größere Schäden mit einer 60-jährigen Autofahrerin die Personalien ausgetauscht, wie die Polizei am frühen Dienstagmorgen mitteilte, als ein 30-Jähriger mit seinem Auto in die parkenden Unfallfahrzeuge krachte. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die Fahrzeuge ineinander geschoben und der zwischen ihnen stehende 76-Jährige schwer verletzt. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus.

  • Mehrere Frauen haben ihre Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erneuert, er habe sie in der Vergangenheit belästigt. Bei einem gemeinsamen Auftritt im Sender NBC schilderten Jessica Leeds, Samantha Holvey und Rachel Crooks Begegnungen mit Trump, die sich vor mehreren Jahren zugetragen haben sollen. In einer anschließenden Pressekonferenz appellierten sie an den Kongress, eine Untersuchung gegen den Präsidenten einzuleiten. Trump hat die Vorwürfe wiederholt bestritten. Das Weiße Haus bezeichnete die Darstellung der Frauen erneut als falsch.

  • Die USA wollen die bemannte Raumfahrt zum Mond wieder aufnehmen und diese als Basis für Missionen zum Mars nutzen. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete eine entsprechende Direktive, mit der dieses Ziel wieder offizielle US-Politik wird. Die US-Weltraumbehörde Nasa wird angewiesen, Astronauten wieder zum Mond und schließlich zum Mars zu schicken. Einen Zeitrahmen oder ein Budget für dieses ambitionierte Ziel nennt die Anordnung nicht. Trump unterschrieb die Direktive am 45. Jahrestag der bis dato letzten bemannten Mission zum Mond.

  • Ein Jahr nach dem Ende seiner Sendung kann sich Jürgen Domian vorstellen, eine neue TV-Talkshow zu moderieren. „Der intensive Talk mit unbekannten Menschen - das ist mein Ding“, sagte er kurz vor seinem 60. Geburtstag in Köln. „Das ist eine Marktlücke im deutschen Fernsehen.“ In den aktuellen Talkshows säßen überwiegend Prominente oder Personen, die zu einem bestimmten Thema passten. „Aber auch unbekannte Menschen haben etwas zu erzählen, das sah man ja an meiner Sendung.“ Domian hat 21 Jahre lang eine Nacht-Sendung moderiert, bei der Menschen ihn anrufen und von ihren Problemen erzählen konnten. In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 2016 lief im WDR Fernsehen und bei Radio 1Live die letzte „Domian“-Ausgabe.

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Nach einer wochenlangen Hängepartie will das Landgericht Paderborn bekanntgeben, wie der Prozess um tödliche Misshandlungen im „Horrorhaus“ in Höxter weitergeht. Gutachter Michael Osterheider hatte sich Mitte November bei seiner Vernehmung als Zeuge in Widersprüche verwickelt und sich anschließend krank gemeldet. Der Psychiater sollte den Angeklagten Wilfried W. (47) beurteilen. Ein vorläufiges Gutachten hatte der Professor der Uni Regensburg bereits abgeliefert. Als Zeuge aber hatte er über ein Gespräch mit Wilfried W. im Gefängnis in Detmold ausgesagt, bei dem er aber gar nicht persönlich dabei gewesen sein soll. Der 47-jährige Wilfried W. und seine 48-jährige Ex-Frau Angelika W. sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Mehrere Jahre lang soll das Paar Frauen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien.

  • Zwei Jahre nach der Einigung auf das Pariser Klimaabkommen empfängt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron heute bei einem Gipfel mehr als 50 Staats- und Regierungschefs. Das Treffen mit rund 4000 Teilnehmern auf einer Seine-Insel westlich der französischen Hauptstadt soll helfen, die weltweiten Klimaschutzbemühungen voranzutreiben.

  • Der Bundestag entscheidet über die Verlängerung mehrerer Auslandseinsätzeder Bundeswehr. Heute geht es zunächst um die Verlängerung von fünf Missionen, darunter die größten Einsätze der Bundeswehr in Afghanistan und Mali. Weiteres Thema ist das Unkrautgift Glyphosat nach dem umstrittenen Ja von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) zu einer weiteren Zulassung in der EU.

  • Das Europaparlament fordert einen härteren Kampf der EU-Staaten gegen Steuervermeidung und Steuerhinterziehung. Die EU-Abgeordneten debattieren in Straßburg den Abschlussbericht eines Untersuchungsausschusses über die im April 2016 bekannt gewordenen „Panama Papers“.

  • Nur zwei Tage nach seiner Vorstellung bei Borussia Dortmund steht Peter Stöger erstmals als neuer BVB-Trainer an der Seitenlinie. Nach der Freistellung des Niederländers Peter Bosz und zuletzt acht Ligaspielen in Serie ohne Sieg tritt der BVB unter dem ehemaligen Kölner Coach beim 1. FSV Mainz 05 an.

Jetzt lesen

  • Im US-Bundesstaat Alabama findet die spannungsgeladene Senatswahl um den umstrittenen Republikaner Roy Moore (70) statt. Der erzkonservative Ex-Richter tritt in dem Südstaat gegen den Demokraten Doug Jones (63) an, einen ehemaligen Staatsanwalt. Mehrere Frauen beschuldigen Moore, sie in den siebziger und achtziger Jahren sexuell belästigt zu haben. Eine von ihnen war damals erst 14 Jahre alt. Moore weist die Anschuldigungen zurück. Mehrere Republikaner waren auf Distanz zu dem 70-Jährigen gegangen. Präsident Donald Trump erklärte dagegen seine Unterstützung für ihn.

  • Die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Michael Müller (SPD) und Dietmar Woidke (SPD), beraten über den Zeitplan für den Hauptstadtflughafen BER. Damit bereiten die Verantwortlichen nach offiziellen Angaben die Aufsichtsratssitzung am Freitag vor.

  • Die EU-Fischereiminister wollen in Brüssel über die erlaubten Fangmengen für die Nordsee und den Atlantik im Jahr 2018 entscheiden. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die Höchstfangmengen für eine ganze Reihe an Beständen zu erhöhen.

  • Die Immobilienpreise sind zuletzt weiter gestiegen. Die amtlichem Gutachterausschüsse legen heute in Berlin Zahlen zum Immobilienmarkt vor.

  • Im Bonner Prozess um einen mehr als 26 Jahre zurückliegenden Mord an einer Frau wird heute das Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft hat für den 52 Jahre alten Angeklagten lebenslange Haft gefordert. Ihm wird vorgeworfen, am 11. November 1991 eine 38 Jahre alte Frau in ihrem Haus überfallen, gefesselt und erstochen zu haben. Damals hatte die Polizei vergeblich nach dem Täter gesucht. Erst 2017 kam wieder Bewegung in den Fall, weil der Angeklagte die Tat überraschend und aus freien Stücken einräumte - zunächst bei der Polizei, später auch vor Gericht. Er wolle die Last endlich loswerden. Die Frau soll ein Zufallsopfer gewesen sein. Er habe seit seiner Jugend Gewaltfantasien gespürt.

  • Eine Ariane-5-Rakete soll vier neue Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo ins All bringen. Die Trägerrakete steht bereits an der Startrampe des Weltraumbahnhofs Kourou in Französisch-Guyana in Südamerika bereit. Bis alle Satelliten ausgesetzt sind, soll die Mission knapp vier Stunden dauern. Mit dem milliardenschweren Prestigeprojekt will Europa unabhängig vom amerikanischen GPS werden. Erste Dienste sind seit einem Jahr verfügbar.

  • Franck Ribéry vom FC Bayern München muss heute vor dem Landgericht München I erscheinen. Der Franzose vom deutschen Fußball-Rekordmeister wird von seinem ehemaligen Berater Bruno Heiderscheid auf die Zahlung einer Provision in Höhe von fast 3,5 Millionen Euro verklagt.

  • Die Olympia-Führung in Russland entscheidet über die Teilnahme russischer Sportler an den Winterspielen in Südkorea. Dazu tritt in Moskau die sogenannte Olympische Versammlung zusammen, das oberste Entscheidungsgremium des Nationalen Olympischen Komitees Russlands (ROC). Wegen des russischen Doping-Skandals hat das Internationale Olympische Komitee Russland als Nationalteam für Pyeongchang gesperrt. Dopingfreie russische Sportler und Mannschaften dürfen aber unter neutraler Flagge starten.

Hier geht es zum täglichen Update von Borussia Dortmund und Schalke 04.


Heute vor...


...38 Jahren hat mit dem NATO-Doppelbeschluss das Bündnis die Aufstellung weiterer Atomraketen in Europa bei gleichzeitigem Abrüstungsangebot an Moskau vereinbart.

Das ist in den sozialen Netzwerken los:

Dieser Tweet mit dem der Streaming-Dienst Netflix gestern offensiv zur Schau stellte, genau zu wissen, was wieviele Nutzer anschauen, sorgt für Empörung. Viele Nutzer fühlten sich ausspioniert durch die Frage: „An die 53 Nutzer, die jeden Tag Christmas Prince gucken: Wer hat Euch verletzt?“

Andere nehmen´s mit Humor. Insgesamt gibt es 7000 Kommentare unter dem Tweet.