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Marvin Pourie trifft erstmals in der 2. Liga

Fußball

WERNE Ein traumhaftes Solo: Links rein in den Strafraum, zwei Abwehrspieler ausgetanzt, den Ball in den langen Winkel gehämmert - Marvin Pourie aus Werne hat sein erstes Tor in der 2. Bundesliga geschossen, sein erstes Tor im deutschen Profifußball überhaupt. Auch wenn der 19-Jährige nach dem Treffer die Fäuste ballte und seine Freude herausschrie - so richtig viel Anlass gab es nicht.

26.04.2010
Marvin Pourie trifft erstmals in der 2. Liga

Marvin Pourie durfte über seinen ersten Treffer im Profifußball jubeln.

Denn Marvin Pouries Treffer war das 1:6 aus Sicht der TuS Koblenz beim FC St. Pauli. Mit anderen Worten: Das Tor fiel beim Zwischenstand von 0:6 in der 75. Minute. Immerhin: Der satte Rechtsschuss war unhaltbar für Pauli-Keeper Mathias Hain.

Nach der Niederlage bekamen die Koblenzer gleich die nächste schlechte Nachricht aufgetischt: Zeitgleich mit ihrem Spiel in Hamburg gewann Kontrahent Hansa Rostock überraschend 1:0 in Kaiserslautern und baute damit den Vorsprung auf den Tabellenvorletzten TuS Koblenz auf sechs Zähler aus. Bei nur noch zwei ausstehenden Partien und derart vielen Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz, scheint es so, als würde Marvin Pourie und den Koblenzern nur noch ein Fußballwunder helfen.

Marvin Pourie stand in der Jugend beim FC Liverpool unter Vertrag, erhielt seinen ersten Profivertrag beim FC Schalke 04. Von dort aus wurde er in die 2. Liga zu 1860 München ausgeliehen, wo er nach einem handgreiflichen Streit im Training aber nur noch in der U19-Mannschaft zum Einsatz kam. Anfang 2010 löste 1860 den Leihvertrag mit Schalke auf - und die Königsblauen machten einen neuen Vertrag mit der TuS Koblenz. Der wiederum endet zum Saisonende.

In den Koblenzer Fan-Foren ist das Urteil über Pourie in den vergangenen Wochen positiv: Der Werner habe stark gekämpft, die Bälle gut behauptet, sich gegen mehrere Gegner durchgesetzt. Die Fans ins Koblenz würden Marvin Pourie wohl auch in Liga 3 gerne sehen. Aber die Vermutung lautet eher: Nach der Saison, wenn der Abstieg besiegelt ist, zieht er weiter zu einem anderen Klub.