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Mehr künstliche Kniegelenke auch für Patienten in NRW

In Deutschland werden einer Studie zufolge immer mehr künstliche Kniegelenke eingesetzt - das gilt auch für Patienten in Nordrhein-Westfalen. Zwischen 2013 und 2016 nahm die Zahl solcher Operationen deutschlandweit um gut 18 Prozent auf knapp 169 000 Fälle zu, wie die Bertelsmann-Stiftung am Dienstag in Gütersloh mitteilte. „Erklärbar ist dieser Trend weder durch medizinische noch durch demografische oder geografische Einflussfaktoren“, hieß es. Im Bundesländer-Vergleich liegt NRW bei erstmaligem Einsatz einer Knieprothese mit 201 Eingriffen pro 100 000 Einwohnern im Mittelfeld.

Gütersloh

19.06.2018
Mehr künstliche Kniegelenke auch für Patienten in NRW

Ein mit Titan-Nitrit beschichtetes künstliches Kniegelenk. Foto: Jan Woitas/Archiv

Besonders der Zuwachs bei vergleichsweise jungen Patienten unter 60 Jahren sei „besorgniserregend“, kritisierte Stiftungsvorstand Brigitte Mohn. Unter den Patienten, denen eine Knie-Prothese eingesetzt wurde, waren 2016 bundesweit gut 33 000 Menschen jünger als 60 Jahre. Das sei ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zu 2013 - und um 31 Prozent gemessen an 2009. Auch hier liegt NRW im Mittelfeld. Die Zahlen hatte die Fachredaktion Science Media Center (Köln) aus Daten des Statistischen Bundesamts errechnet.

Die Studie wirft zudem einen Detail-Blick bis in die Kreise und bilanziert: „Die Wahrscheinlichkeit, eine Knieprothese eingesetzt zu bekommen, hängt auch davon ab, wo man wohnt.“ Gelistet werden zehn Kreise mit den jeweils höchsten und den niedrigsten OP-Zahlen für 2016. Dabei ist NRW einmal vertreten: Bonn gehört bundesweit zu den zehn Kreisen mit den wenigsten Eingriffen - mit 142 Kniegelenk-OPs pro 100 000 Einwohnern.