Mildes Urteil für Betrüger

21.11.2017, 17:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Stadtlohn. Ein 24-jähriger Stadtlohner hat im Internet Sachen, darunter einen Goldbarren, bestellt und nicht bezahlt. Vom Amtsgericht in Borken wurde er im Juni für sechs Betrugsdelikte zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Das sei sehr milde gewesen, meinte gestern der Staatsanwalt, als es vor dem Landgericht in Bocholt erneut um die Betrügereien ging. Der Stadtlohner wollte nicht ins Gefängnis und hatte um Prüfung des Urteils gebeten. „Berufung“ nennt sich so etwas. Während der Staatsanwalt den Mann ins Gefängnis stecken wollte, sah das Gericht das anders. Der Stadtlohner hat im August eine Ausbildung begonnen. Diese zu beenden sei für sein weiteres Leben besser als ins Gefängnis zu gehen. Begeht der Angeklagte in den nächsten drei Jahren eine Straftat, muss er aber tatsächlich ins Gefängnis.