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Milliardendeal von E.ON

DÜSSELDORF Mit einem milliardenschweren Beteiligungstausch will der größte deutsche Stromkonzern E.ON seine Position in Skandinavien stärken und die norwegische Statkraft als großen Aktionär an Bord holen.

Milliardendeal von E.ON

E.ON macht gute Geschäfte.

E.ON wolle den 44,6-Prozent-Anteil von Statkraft an E.ON Sverige im Wert von 4,4 Milliarden Euro übernehmen und damit alleiniger Aktionär werden, teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit.

Die am Freitag in Oslo unterzeichnete Absichtserklärung sieht vor, dass Statkraft im Gegenzug von E.ON Kraftwerksbeteiligungen in Schweden, Deutschland, England und Polen sowie zum Ausgleich der Wertdifferenz voraussichtlich mehr als 2 Prozent der E.ON-Aktien erhält. Statkraft wird nach eigenen Angaben damit einer der fünf größten E.ON-Aktionäre und „zum europaweit größten Erzeuger erneuerbarer Energie“.

Durch das Geschäft, das nach Statkraft-Angaben im zweiten oder dritten Quartal 2008 abgeschlossen werden soll, würde E.ON die volle Verfügung über eine Kraftwerkskapazität von 6400 Megawatt erhalten. Davon entfallen rund 40 Prozent auf Kernkraft und etwa 28 Prozent auf Wasserkraft. Die restlichen 32 Prozent werden durch Öl, Gas und erneuerbare Ebnergien abgedeckt. Im vergangenen Jahr lieferte E.ON Sverige rund 20 Prozent des schwedischen Stromverbrauchs.

Zwei Gaskraftwerke

E.ON will in Deutschland zwei Gaskraftwerke, ein Pumpspeicherkraftwerk und 10 Laufwasserkraftwerke an Statkraft abgeben. Auch in Schweden und Großbritannien sollen die Norweger Wasserkraftwerke erhalten. Nach Statkraft-Angaben wird die Beteiligung an E.ON den wesentlichen Teil des Geschäfts ausmachen. E.ON will dazu bereits vorhandene eigene Aktien einsetzen. Der Wert von mehr als 2 Prozent des E.ON-Kapitals liegt bei etwa 2 Milliarden Euro.

Durch den Anteilstausch werde die Partnerschaft mit Statkraft auf eine neue Ebene gehoben, sagte E.ON-Vorstandschef Wulf Bernotat. „Wir beschleunigen damit die Umsetzung unserer Europastrategie, vereinfachen unsere Führungsstrukturen und können nicht zuletzt umfangreiche Synergien realisieren.“

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