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Mit Nebelanlage gegen den nächsten Raubüberfall

NORDKIRCHEN Anneliese und Rudolf Thygs sind ziemlich bedient. Zum dritten Mal innerhalb von zwölf Monaten hatten es Kriminelle auf ihre Tankstelle an der Lüdinghauser Straße abgesehen. Vor einem Jahr war der erste Einbruch. Dann folgte ein Raubüberfall vor vier Monaten. Und nun gab es in der vergangenen Woche schon wieder einen Einbruch.

von Von Matthias Münch

, 18.01.2008

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatten die Täter die Scheibe der Eingangstür mit einem Gullydeckel eingeschlagen. Aus dem Verkaufsraum und dem Lager entwendeten sie Zigaretten. Der Sachschaden lag mit 2 000 Euro deutlich höher als der Wert der gestohlenen Ware.

Kassierer mit Schusswaffe bedroht

Spektakulär war der Überfall auf einen Angestellten am Abend des 4. September 2007. Der Räuber zwang den Kassierer mit einer Schusswaffe zur Herausgabe von Zigarettenstangen und des Geldes aus der Kasse. Kurz nachdem der maskierte Täter geflüchtet war und der 19-jährige Tankstellenangestellte die Polizei benachrichtigt hatte, wurde eine umfangreiche Fahndung eingeleitet.

Obwohl sogar ein Hubschrauber eingesetzt wurde und der Täter von Zeugen gesehen worden war, blieb die Suche erfolglos. Der Räuber wurde von der Überwachungskamera der Tankstelle gefilmt. Das gleiche gilt auch für die Einbrecher Anfang des letzten und Anfang dieses Jahres. In beiden Fällen war es eine Gruppe von Tätern mit mindestens einer Frau. Auch Stimmen der Einbrecher wurden von der Videokamera mit aufgenommen.

Ton und Bilder vom vergangenen Freitag werden zurzeit von der Polizei analysiert und mit den Aufnahmen von vor einem Jahr verglichen. Möglicherweise handelt es sich beide Male um die gleiche Gruppe. Die Tankstellen-Inhaber rüsteten ihre Sicherheitstechnik nun weiter auf. Sie ließen eine moderne Nebelanlage einbauen. Im Falle eines Einbruchs stehen die Täter jetzt binnen Sekunden im Nebel und sehen die Hand vor Augen nicht mehr.

Alarmanlage mit Überwachungszentrale verbunden

Außerdem ist die Alarmanlage der Tankstelle jetzt automatisch mit einer Überwachungszentrale verbunden. Von dort wird kurzfristig ein Sicherheitsdienst zum Tatort beordert. Sicherlich werden auch die Feuerwehrleute der gegenüberliegenden Wache nun verstärkt ein Auge auf die Tankstelle werfen.

Für Einbrecher wird es nun also deutlich riskanter. Anneliese Thygs erwartet, dass sich die weiteren Investitionen in noch mehr Sicherheit lohnen und mögliche Täter beim nächsten Mal damit überführt oder auf frischer Tat geschnappt werden können. Überhaupt kein Übergriff mehr wäre natürlich noch besser.

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