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Mit der Lizenz für die 4. Liga

SCHWERIN Im Castrop-Rauxeler Fußball ist Helmut Schulz ein "neues Gesicht". Allerdings kann der Trainer des Bezirkligisten Spvg Schwerin auf rund 20 Jahre Erfahrung als Coach im Senioren- und Junioren-Bereich zurückblicken.

von Von Jörg Laumann

, 28.08.2007
Mit der Lizenz für die 4. Liga

Schulz im Gespräch mit seinen Blau-Gelben.

"In dem Moment, wo mir die Tätigkeit als Trainer keinen Spaß mehr macht, höre ich auf", lautet die eindeutige Maxime des 54-jährigen Schulz. Derzeit deutet jedoch nichts darauf hin, dass dieser Zeitpunkt schon in naher Zukunft erreicht sein könnte. Nicht nur, weil sein Liga-Debüt mit einem 2:0 in Langendreer am Wochenende erfolgreich ausfiel, fühlt sich der in Selm lebende Trainer bei den "Blau-Gelben" ausgesprochen wohl.

Rückkehr zu Senioren

"Die Arbeit mit der jungen Mannschaft in Schwerin läuft sehr gut", berichtet Schulz. Die Rückkehr in den Seniorenbereich sei für ihn keine große Umstellung, auch wenn er sich zuvor fünf Jahre lang auf den Jugendbereich konzentriert habe, betont der Coach. In der Tat kann Schulz eine umfassende Liste von Vereinen vorweisen, bei denen er bereits Senioren-Mannschaften betreut hat, darunter Westfalia Vinnum, FC Nordkirchen, BV Selm, GW Selm und Union Lüdinghausen.

Zunächst begann der gebürtige Dortmunder seine fußballerische Laufbahn als Spieler. Von Westfalia Kirchlinde wechselte der damals 14-Jährige zu Borussia Dortmund und spielte dort bis zu den A-Junioren. In der Folgezeit sorgten der Wehrdienst und ein Studium aber dafür, dass der Sport in Schulz' Leben zunächst in die Hintergrund rückte. Nachdem er 1986 seinen Wohnsitz nach Selm verlegt hatte und Sohn Christian bei GW Selm aktiv wurde, reifte die Idee zur Übernahme eines Traineramtes.

"Der damalige Vorsitzende hat mich aufgefordert, es doch selbst zu versuchen, wenn ich eh immer alles besser wüsste", schmunzelt Schulz. Gesagt, getan. Der Wahl-Selmer übernahm zunächst eine Jugendmannschaft bei GW und trainierte anschließend erwachsene Kicker bei den zuvor genannten Vereinen. Vor seinem Engagement in Schwerin war Schulz fünf Jahre lang als Jugendtrainer für den DFB-Stützpunkt Dülmen/Lüdinghausen tätig und betreute dort unter anderem Spieler wie Kevin Lehmann (heute MSV Duisburg U19) oder Sebastian Langkamp (heute Jungprofi beim Hamburger SV).

Seit den Anfängen in Selm ist die Trainertätigkeit für Helmut Schulz zur umfassenden Beschäftigung geworden. Mittlerweile ist der Schweriner Trainer Inhaber der neuen B-Lizenz des DFB, die zur Tätigkeit bis zur 4. Liga der Senioren und im gesamten Jugendbereich befähigt. Mit Literatur und DVDs hält sich Schulz über die Weiterentwicklungen im taktischen und sportpsychologichen Bereich auf dem Laufenden.

Gerne verfolgt er in der eigenen Trainingsarbeit auch ungewöhnliche Ansätze, wobei er das nicht als Überheblichkeit gewertet wissen möchte. "Bei drei Trainingseinheiten in der Woche halte ich Waldlauf nicht für zwingend notwendig, sondern setze andere Schwerpunkte", erklärt Schulz. "Das heißt aber nicht, dass ich die Arbeit von Trainerkollegen, die diese Ansicht nicht teilen, für falsch halte." Letztlich müsse jeder Trainer auf seine Art den Weg zum Erfolg suchen. Schulz: "Letztlich wird deine Arbeit doch nur an den erzielten Punkten gemessen."

Keine weiteren Hobbys

Angesichts der intensiven Beschäftigung mit dem Fußball und seiner beruflichen Tätigkeit bei der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung bleibt Schulz nach eigenem Bekunden keine Zeit für weitere Hobbys. Auch das Privatleben kommt mitunter zu kurz. "Meine Familie musste schon oft auf mich verzichten", sagt Schulz.

Immerhin hat sich die Fußballbegeisterung aber auf alle übertragen. Die Ehefrau und die 19-jährige Tochter sind oft als Zuschauerinnen bei den Spielen der von Schulz trainierten Vereine präsent, der 23-jährige Sohn fungiert selbst als Schiedsrichter bei den Fußball-Junioren.

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