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SuS Stadtlohn

Mit der Pokal-Euphorie in Mastholte antreten

STADTLOHN Zwei Tage hatte der SuS Stadtlohn Zeit, den Adrenalinschub vom Westfalenpokal-Halbfinale gegen Münster zu verarbeiten und einmal herunterzufahren. Nach dem tollen Pokalfight war - bei leichter Enttäuschung - der Tenor sogleich eindeutig: Der Fokus wird nun komplett auf die Meisterschaft ausgerichtet.

Mit der Pokal-Euphorie in Mastholte antreten

Für Niklas Hilgemann (im Hintergrund) und Marius Borgert (r.) steht am Montag mit dem SuS Stadtlohn das Gastspiel bei RW Mastholte auf dem Programm.

Die Option auf den Aufstieg in die Oberliga ist so groß wie lange nicht mehr - auch wenn die direkten Duelle mit der Konkurrenz sämtlich noch ausstehen. "Das kann Fluch, aber auch ein Segen sein. Der Vorteil ist: Wir haben unser Schicksal komplett selbst in der Hand", blickt Coach Alfred Nijhuis nur kurz voraus, um sich gleich der unangenehmen Aufgabe bei RW Mastholte am Montag zu widmen.

Dort hatte sich der SuS vor Jahresfrist enorm schwer getan. "Natürlich erhalten wir unsere Chancen nur, wenn wir diese Spiele nicht verlieren. Da sich die Mannschaft zuletzt so stabil gezeigt hat, bin ich sehr zuversichtlich, dass sie auch diese Aufgabe meistern wird. Unsere Chance ist es, dass wir uns nun vollends auf die Meisterschaft konzentrieren können", so Nijhuis.

Euphorie wirkt nach

Spürbar sei sicher noch eine gewisse Euphorie aus dem Pokalspiel. Dass man am Ende nur knapp an einer Überraschung vorbeigerutscht sei, werde zu keinem "Knacks" führen. "Wenn man so dicht dran ist, ist man als Fußballer immer enttäuscht. Aber: Das Team sollte vielmehr Energie aus diesem Erlebnis ziehen und diese für den Endspurt in der Meisterschaft nutzen", so Nijhuis.

Ob der gegen Preußen Münster verletzt ausgeschiedene Marcel Terhaar auflaufen könne, ist fraglich. "Der Kader schenkt mir derzeit auch reichlich Alternativen.""Durch die Hintertür in den DFB-Pokal" Es gibt sie tatsächlich, die „Hintertür“, durch die der SuS Stadtlohn noch in die DFB-Pokalrunde einziehen könnte: In den Durchführungsbestimmungen der Saison 2013/14 des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) zur Saison 2013/14 heißt es unter Punkt V, Absatz 9: „Wenn der Drittligist SC Preußen Münster sich automatisch über den Tabellenplatz am Saisonende (Tabellenplatz 1-4) für die DFB-Pokal-Hauptrunde qualifiziert und gleichzeitig im Endspiel um den DFB-Pokal auf Verbandsebene (Krombacher Pokal) steht, wird automatisch der jeweilige Verlierer des Halbfinalspiels, der gegen SC Preußen Münster gespielt hat, für die DFB-Pokal Hauptrunde gemeldet.“SV Lippstadt profitierte Diesen Passus führt auch Verbandsfußball-Ausschuss-Vorsitzender Reinhard Spohn (Herne) im Gespräch mit der Münsterland Zeitung an: „Diese Regelung hat in der vergangenen Saison schon dem SV Lippstadt zur Fahrkarte in den DFB-Pokal und zum Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen verholfen.“ Im Halbfinale des Westfalenpokals 2012/13 hatte der SV Lippstadt gegen Arminia Bielefeld mit 2:4 verloren – Arminia Bielefeld hatte als Vizemeister der 3. Liga die DFB-Pokal-Karte automatisch gelöst.Vage Chance für den SuS Das heißt für die Stadtlohner Westfalenliga-Kicker eine zusätzliche Betätigung an den nächsten Wochenenden – den Preußen die Daumen drücken am nächsten Sonntag gegen den 1. FC Saarbrücken, am 26. April bei den Stuttgarter Kickers, am 3. Mai gegen den Halleschen FC und am 10. Mai beim MSV Duisburg. Bei diesem Restprogramm sollten die Münsteraner dann den Fünf-Punkte-Rückstand auf den VfL Osnabrück wettmachen müssen, um dem SuS die Hintertür öffnen zu können. Zurzeit rangieren die Münsteraner mit 46 Punkten hinter den Konkurrenten um Platz vier, MSV Duisburg (48), SV Wehen-Wiesbaden (49), Stuttgarter Kickers (49) und VfL Osnabrück (51), auf dem achten Platz.

Chance auf Westfalenpokal-Ticket Es hat für den SuS Stadtlohn nicht ganz gereicht, um sich in der Liste der Westfalenpokal-Endspiele zu verewigen: Seit 1982 wird beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) Buch geführt über die Finalteilnehmer. Zum achten Mal erreichten die Münsteraner Preußen jetzt dieses Endspiel – viermal gewannen sie den Wettbewerb (1997 mit 4:1 gegen TSG Dülmen, 2008 mit 3:0 n.V. gegen VfB Fichte Bielefeld, 2009 mit 3:1 n.V. gegen SF Lotte und 2010 mit 4:1 gegen den SC Verl).64 Teams zugelassen Am Westfalenpokal-Wettbewerb nehmen 64 Mannschaften teil: Automatisch qualifiziert sind die westfälischen Mannschaften, die in der Vorsaison in der dritten Bundesliga beziehungsweise der Regionalliga gespielt haben. Die restlichen Mannschaften qualifizierten sich über die Kreispokalwettbewerbe. Zur Saison 2014/15 treten neue Qualifikationsregularien in Kraft. Das Teilnehmerfeld bleibt unverändert bei 64 Mannschaften, wobei die westfälischen Dritt- und Regionalligisten automatisch qualifiziert sind. Meister sind zugelassen. Neu ist, dass die Mannschaften, die in der Oberliga Westfalen die Plätze zwei bis sechs belegt haben sowie die Meister der zwei Westfalenligastaffeln, der vier Landesligastaffeln und der zwölf Bezirksligastaffeln ebenfalls qualifiziert sind. Dazu kommen die 30 Kreispokalsieger. Die verbleibenden Plätze gehen an die Kreise, die die meisten Herrenmannschaften im Spielbetrieb der Kreisligen melden.Als Meister dabei Bleibt dem SuS also die Chance, auch 2014/15 wieder nach dem Westfalenpokal zu greifen, obwohl die Elf im Kreispokalwettbewerb im Viertelfinale gegen GW Nottuln ausgeschieden war: Dazu müsste der SuS aber Meister der Westfalenliga 1 werden.

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