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Moculescu trifft im Finale auf seine Vergangenheit

Berlin. Die Finalserie um die deutsche Volleyball-Meisterschaft beginnt am Donnerstag in Friedrichshafen. Volleys-Trainer Stelian Moculescu kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Moculescu trifft im Finale auf seine Vergangenheit

Stelian Moculescu hat im ersten Spiel des Playoff-Finales mit den Recycling Volleys Berlin einen Sieg in Friedrichshafen geholt. Foto: Soeren Stache

Mit nostalgischen Gefühlen kann Stelian Moculescu wenig anfangen.

„Ich bin in einem Alter, da hat man nicht mehr so große Gefühlswallungen“, sagte der 67-jährige Trainer der Berlin Volleys mit einem Augenzwinkern vor dem ersten Finalspiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft am Donnerstag (20.00 Uhr) beim VfB Friedrichshafen. Entschieden wird der Titelkampf in einer Serie Best-of-Five. In der zweiten Begegnung haben die BR Volleys am Sonntag (15.00 Uhr) Heimvorteil.

Dabei müsste das diesjährige Finale eigentlich Moculescus Herzschlag kräftig beschleunigen. Schließlich hat sich der Deutsch-Rumäne beim VfB Friedrichshafen in 19 Trainerjahren bis 2016 mit dem Gewinn von 13 Meistertiteln Kultstatus erarbeitet. Vor 73 Tagen heuerte er nach einer selbstgewählten Auszeit völlig überraschend beim Friedrichshafener Dauerrivalen, den BR Volleys, an.

Doch vor dem Wiedersehen mit seinem alten Arbeitgeber gibt sich Moculescu - nach außen zumindest - betont gelassen: „Das ist nichts Besonderes mehr für mich. Seit ich in Berlin bin, haben wir ja inzwischen auch schon dreimal gegen Friedrichshafen gespielt.“

Diese drei Spiele fanden Mitte März innerhalb von nur acht Tagen statt, zweimal in der Champions League, einmal in der Bundesliga-
Hauptrunde. Es siegte stets der VfB: 3:2, 3:1 und 3:0. Moculescu wäre nicht Moculescu, würden ihn diese Niederlagen nicht mächtig wurmen. Fast trotzig stellte der Trainer vor den Finalspielen fest: „Wir haben eine Chance, aber um die zu nutzen, müssen wir ans obere Limit gehen.“

Dass die Friedrichshafener national in dieser Saison noch keine einzige Partie verloren haben, beeindruckt jedoch auch Moculescu. „In der Liga sind sie das Nonplusultra, das muss man neidlos anerkennen“, sagte er. „Aber jede Serie hat auch mal ein Ende.“

Schon bei seinem Amtsantritt im Februar als Nachfolger des erfolglosen Luke Reynold hatte Moculescu seine Ziele unmissverständlich formuliert. „Wenn man in Berlin als Trainer arbeitet, dann ist das Wort Meisterschaft sicherlich kein Tabu.“ Wie die Friedrichshafener zu packen sind, darüber hat sich Moculescu ausgiebig Gedanken gemacht: „Das Spiel des VfB ist auf Fehlervermeidung ausgerichtet. Die verteidigen sehr gut. Da müssen wir mit guten Aufschlägen und einer stabilen Annahme dagegenhalten.“

Am 6. Mai hat Stelian Moculescu Geburtstag, er wird 68 Jahre alt. Und vielleicht kann er seinen Ehrentag dann vor großer Kulisse feiern. Denn an diesem Sonntagabend würde ein eventuelles viertes Finalspiel in der Berliner Max-Schmeling-Halle stattfinden.

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