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Museen beleuchten Friedensideal aus fünf Perspektiven

Münster. Was haben Picassos Friedenstaube, eine Nachbildung der antiken Friedensgöttin Eirene und der berühmte Friedensreiter gemeinsam? Von April bis September gehören sie zu den über 600 Exponaten einer großen Friedensausstellung an mehreren Standorten in Münster.

Museen beleuchten Friedensideal aus fünf Perspektiven

Im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster kann man demnächst die Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Von Tauben und Friedensgöttinnen: Den facettenreichen Vorstellungen des Friedens von der Antike bis heute widmen gleich fünf Museen in Münster ein gemeinsames Ausstellungsprojekt. 400 Jahre nach Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges und 100 Jahre nach dem Friedensschluss von Versailles spürt die kunst- und kulturgeschichtliche Schau mit insgesamt 660 ausgestellten Arbeiten und Objekten dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln nach.

Der Krieg als unausrottbares Übel der Menschheit sowie die zeitlose Sehnsucht der Menschen nach dauerhaftem Frieden seien dabei leider aktueller denn je, sagte Matthias Löb, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe am Donnerstag bei der Vorstellung der Schau, die am Samstag eröffnet wird.

Als Ausgangspunkt befasst sich das Archäologische Museum der Universität Münster mit den antiken Wurzeln bis heute bekannter Friedenssymbole. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur zeigt anhand von Kunstwerken etwa von Peter Paul Rubens, Otto Dix, Käthe Kollwitz oder Wilhelm Lehmbruck die spannungsvolle Dynamik von Krieg und Frieden, von Verhandlung und Triumph. Im selben Gebäude zeichnet das Bistum Münster christliche Friedensideen im Zwiespalt zwischen Ideal und Wirklichkeit nach.

Das Picasso-Museum präsentiert 60 Arbeiten des Spaniers zum Thema - von der berühmten Friedenstaube in zahlreichen Versionen bis zu der während des Zweiten Weltkriegs entstandenen Skulptur „Mann mit Schaf“. Das Stadtmuseum befasst sich mit der Frage, warum der Westfälische Friede für die Münsteraner lange nicht als Grund zum Feiern wahrgenommen wurde. Alle Ausstellungen sind bis zum 2. September zu sehen.

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