Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

NRW investiert 113 Millionen in Heimatinitiativen

Erster NRW-Heimatkongress am Samstag

Heimat-Preis, Heimat-Zeugnis, Heimat-Kongress – hat ein Land mit 140 Milliarden Euro Schulden Geld für so was? Für Heimatministerin Ina Scharrenbach ein klarer Fall: „Ja.“

,

Düsseldorf

, 15.03.2018
NRW investiert 113 Millionen in Heimatinitiativen

Die Silhouette einer Windmühle in Lübbecke (Symbolbild). © dpa

Nordrhein-Westfalen lässt sich die Förderung von Heimatinitiativen 113 Millionen Euro kosten. Das Geld soll bis zum Jahr 2022 in Heimat-Schecks, Heimat-Preise, Heimat-Werkstätten, Heimat-Zeugnisse und einen Heimat-Fonds fließen. Das kündigte NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf an. Das Land leiste sich dieses Programm trotz seiner rund 140 Milliarden Euro Schulden als Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, erläuterte sie. „Ja, wir investieren das in die Gesellschaft.“

In Münster ist zudem am Samstag der erste NRW-Heimatkongress mit über 450 ehrenamtlich Engagierten aus allen Regionen des Landes geplant. Der Kongress und die Förderprogramme sollen alle unterstützen, die sich in NRW für das Thema Heimat einbringen. Vorgesehen ist, den Kongress künftig im Zwei-Jahres-Rhythmus in unterschiedlichen Landesteilen abzuhalten.

Anträge für Heimat-Schecks ab Sommer möglich

1000 Heimat-Schecks über jeweils 2000 Euro sollen jedes Jahr unbürokratische „Möglichmacher“ für alle kleinen guten Ideen sein, wie die Ministerin erklärte. Höhere Beträge können über die vier übrigen Programme eingeworben werden. Anträge sind ab Sommer möglich.

NRW investiert 113 Millionen in Heimatinitiativen

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU). © dpa

Gefördert werden könnten damit etwa ortstypische Kunstwerke, virtuelle Museen an historischen Orten, lokale Geschichtsbücher für den Grundschulunterricht oder Illuminierungen oder Restaurierungen regional bedeutsamer Bauwerke – auch unter Einbindung der Jugend. Außerdem werden mit jeweils 12 500 Euro dotierte Landes-Heimat-Preise ausgelobt, die die Patenschaften mit den Siebenbürger Sachsen und Oberschlesien unterstreichen sollen.

Kongress ist auch Dankeschön an Ehrenamtliche

Der Münsteraner Kongress soll Marktplatz und Kontaktbörse für alle heimatverbundenen Ehrenamtler sein und gleichzeitig ein Dankeschön an alle 160.000 ehrenamtlich Engagierten in über 900 Vereinen des Landes. Fünf Foren zum Thema Heimat sind geplant: „Heimat ist jung“, „Heimat ist lokal“, „Heimat sind wir“, „Heimat für alle“ und „Heimat in Europa“. Außerdem wird die Frage erörtert: „Heimat - ein anderes Wort für Sehnsucht?“. Für das kulturelle Programm ist das Kabarett „Bullemänner“ zuständig.

Münster ist als Standort des ersten Heimatkongresses ausgewählt worden aus Anlass des 370. Jahrestages des Westfälischen Friedens. Eingeladen sind auch prominente Botschafter der NRW-Heimat-Kampagne.

dpa