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Orkantief „Friederike“

Nach Sturm: Bahnverkehr in NRW weiter eingeschränkt

NRW Bei dem Orkantief „Friederike“ krachten viele Bäume auf die Gleise. An mehr als 200 Streckenabschnitten wurden Reparaturen nötig. Erstmals seit 2007 kam der Bahn-Fernverkehr komplett zum Erliegen. Die Lage normalisiert sich - doch längst nicht überall in NRW rollen die Züge wieder.

Nach Sturm: Bahnverkehr in NRW weiter eingeschränkt

Ein vom Sturm entwurzelter Baum liegt auf Oberleitungen. Foto: David Young/dpa

Auch einige Tage nach dem Orkan „Friederike“ gibt es in Nordrhein-Westfalen weiter Probleme im Bahnverkehr. Die Lage verbessere sich, es komme aber nach wie vor zu Einschränkungen im Regionalverkehr, teilte die Deutsche Bahn am Samstag mit. Am Nachmittag war auf sechs Strecken nur ein eingeschränkter Betrieb möglich. Auf einer Linie fuhren nach wie vor keine Züge.

Deutliche Verbesserungen gibt es dagegen im Fernverkehr: Auf den Strecken Dortmund-Osnabrück-Bremen sowie Hamm-Wuppertal-Köln fahren die Fernzüge wieder. Auch der Intercity auf der Strecke Düsseldorf-Münster-Emden ist wieder unterwegs.

Reisende sollen sich laut Bahn vor Reiseantritt im Netz informieren, ob es bei ihrer Verbindung zu Einschränkungen kommen.

Düsseldorf Erst dürfen die Schüler zum Unterricht kommen, dann sollen sie plötzlich ganz schnell wieder nach Hause: Die Verwirrung an vielen Schulen in Nordrhein-Westfalen während des Orkans „Friederike“ war groß. Das Schulministerium will die Abläufe nun aufarbeiten.mehr...

Mit erneuten Sturmböen ist am Sonntag nicht zu rechnen, sagte ein Experte vom Deutschen Wetterdienst am Samstag. Es gebe aber voraussichtlich Regen und im Süden Nordrhein-Westfalens vereinzelt Schnee.

Spaziergänger sollten am Wochenende Wälder meiden und Vertretungsverbote durch die Behörden beachten. Es bestehe Lebensgefahr etwa durch dicke Äste, die auch Tage nach einem Sturm noch zu Boden fallen könnten, warnte ein Wald-und-Holz-Sprecher.

Büsche statt Bäume

Der Fahrgastverband Pro Bahn verlangt nach der Komplettsperrung des Bahnverkehrs wegen Orkantief „Friederike“ niedrigere Gewächse neben Bahnstrecken. „Sinnvoll ist direkt neben den Gleisen eine Bepflanzung mit Sträuchern und Büschen. Bäume sollten erst in einem größeren Abstand zum Gleis gepflanzt werden“, sagte Pro-Bahn-Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Pro Bahn argumentiert, mit mehr Büschen und weniger Bäumen neben Gleisen würden sich zwei Vorteile ergeben: Umstürzende Bäume würden weitgehend von den Sträuchern und Büschen aufgefangen. Zudem würde durch das niedrige Gehölz ein wertvoller Lebensraum für Insekten entstehen. Ein Konzept könnte einvernehmlich zwischen Bahnbetreibern, Naturschutzbehörden und Fahrgastverbänden erstellt und wenn nötig mithilfe der öffentlichen Hand finanziert werden, sagte Naumann.

NRW Durchatmen in NRW - und Aufräumen. Nach dem Orkan „Friederike“ kommt NRW langsam wieder zur Ruhe. Acht Menschen hat der Orkan das Leben gekostet, Dutzende wurden verletzt. Für Bahnreisende und Pendler gibt es weiter erhebliche Behinderungen. Züge auf einigen Linien in NRW fallen ganz aus, andere Linien fahren teilweise. Eine Übersicht.mehr...

Bahn reagiert schneller

Kündigt sich ein schwerer Sturm an, reagiert die Bahn inzwischen schneller als früher mit der Einstellung des Zugverkehrs. Sie will so verhindern, dass Züge auf offener Strecke liegenbleiben und evakuiert werden müssen. Vorsorglich bleiben die Züge deshalb in den Bahnhöfen.

Nach Bahn-Angaben werden die Pflanzen neben den Gleisen zurzeit mindestens sechs Meter zurückgeschnitten. In problematischen Zonen soll es auch breitere Streifen geben. In ihr Vegetationsprogramm will das Unternehmen 2018 wie schon im Vorjahr rund 100 Millionen Euro stecken. Für Neupflanzungen will die Bahn ausschließlich tiefwurzelnde Baumarten wie Eiche oder Blutahorn verwenden.

Von dpa

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