Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Neues Phantombild von angeblichem Madeleine-Entführer

London (dpa) Fast neun Monate nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine ist erneut ein Phantombild vom möglichen Entführer des britischen Mädchens veröffentlicht worden.

Anzeige

Neues Phantombild von angeblichem Madeleine-Entführer

Clarence Mitchell

Fast neun Monate nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine ist erneut ein Phantombild vom möglichen Entführer des britischen Mädchens veröffentlicht worden.

Die Eltern brachten am Sonntag zwei Zeichnungen in Umlauf, die einen Mann mit kragenlangen Haaren, einem Schnurrbart und buschigen Augenbrauen zeigen. Nach Angaben einer Zeugin soll er sich in der selben Ferienanlage aufgehalten haben, aus der Madeleine McCann am 3. Mai verschwand. Das Bild gleiche den Beschreibungen einer früheren Zeugin, sagte der Sprecher der Eltern Gerry und Kate McCann, Clarence Mitchell, auf einer Pressekonferenz in London. «Wir wollen wissen, wer er ist und wo er ist - und das so schnell wie möglich.»

Das Bild sei Interpol sowie der portugiesischen und britischen Polizei übergeben worden, sagte Mitchell. Die Zeichnungen würden nun weltweit veröffentlicht; jeder, der Informationen habe, solle helfen. «Wir glauben, dass dieser Mann etwas mit dem Verschwinden von Madeleine zu tun haben könnte.» Ende Oktober hatten die Eltern ein erstes Phantombild veröffentlicht, das einen Mann mit einem schlafenden oder bewusstlosen Kind auf dem Arm zeigte. Die frühere Zeugin hatte allerdings nicht das Gesicht des Verdächtigen beschreiben können. «Wir wissen nicht, ob es sich um den selben Mann handelt, aber wir wollen das herausfinden», sagte Mitchell.

Die neue Zeichnung fertigte demnach eine beim FBI ausgebildete Künstlerin nach Angaben der britischen Urlauberin Gail Cooper an. Diese habe sich wie die Familie McCann in der Anlage in dem südportugiesischen Ort Praia da Luz aufgehalten und den «gruseligen» und «unangenehmen Mann» nach eigenen Worten vor und nach dem Verschwinden des Mädchens gesehen. Der Mann habe Geld von ihr für ein Waisenhaus sammeln wollen. Sie habe ihn aber für einen «Schwindler» gehalten, sagte Cooper. Der Verdächtige sei vielleicht aus Nordafrika, sagte Mitchell. Eines der Bilder zeigt das Gesicht des Mannes, auf dem anderen ist er gehend in einer hellen Jacke zu sehen.

Die Eltern Gerry und Kate McCann sind seit Monaten selbst Verdächtige in dem Fall. Sie beteuerten immer wieder ihre Unschuld und gehen davon aus, dass Madeleine kurz vor ihrem vierten Geburtstag entführt wurde. Trotz der enormen Öffentlichkeitskampagne der McCanns fehlt bisher jede Spur von Madeleine. Die portugiesische Polizei glaubt stattdessen, dass die Eltern ihre Tochter aus Versehen töteten und den Fall vertuschen wollten.

Anzeige
Anzeige