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Null Punkte, aber gute Laune - Fußballerinnen in Schwerte

SCHWERTE Aller Anfang ist schwer - für die Fußballerinnen des ETuS/DJK Schwerte füllt sich dieses Sprichwort mit Inhalt. Denn die sportliche Bilanz der "ETuSsen", wie sich selbst bezeichnen, gibt nicht gerade zu Jubelstürmen Anlass: Nach 14 Saisonspielen in der Kreisliga stehen sie punktlos mit 5:142 Toren auf dem letzten Platz. Wir haben sie besucht.

von Von Melanie Tigges und Michael Dötsch

, 11.12.2007
Null Punkte, aber gute Laune - Fußballerinnen in Schwerte

(Noch) nicht sonderlich erfolgreich, aber ein echtes Team: Die Kreisliga-Fußballerinnen des ETuS/DJK Schwerte mit ihrem Trainer Frank Wachowiak.

Die Bilanz - Folge etlicher Verletzungen, einer dünnen Spielerinnendecke und fehlender Spielpraxis. Schließlich ist es ja die erste Saison, in der die "Östlichen" eine Frauenmannschaft im Meisterschaftsspielbetrieb haben. Da ist es nur normal, dass es hohe Niederlagen hagelt.

Die deftigste "Packung" gab's gleich zum Saisonstart: 0:20 hieß es seinerzeit gegen Lüdenscheid. Aber der Ehrgeiz will nicht schwinden. "Es tut sich kontinuierlich was. Vor allem die Trainingsbeteiligung ist sehr gut", erklärt Heinz-Günter "H.G." Braun.

"H.G." ist einer von immerhin drei Trainern, die die "ETuSsen" in dieser Saison schon hatten. Braun kam nach Holger Klüter, doch mittlerweile steht Frank "Wacho" Wachowiak an der Seitenlinie - "Trainer, wechsle dich".

Es kommt Nachwuchs: Sieben neue Spielerinnen

Seine Vorgänger haben jedoch nicht den Mut verloren. Im Gegenteil: "Wir unterstützen sie so gut wir können. Ich bin zuversichtlich, dass wir in zwei Jahren in die Bezirksliga aufsteigen können", meint Klüter. Denn die "ETuSsen" bekommen Nachwuchs, weil zur nächsten Saison sieben Mädchen in den Damenbereich aufrücken.

Und bis dahin wird die Mannschaft durchhalten, keine Frage. Der Zusammenhalt sei beeindruckend, sagt "H.G." Braun: "Nach so vielen Niederlagen wären viele Männermannschaften schon zerbrochen."

Offenbar wissen sie, was sie aneinander haben. Fragt man die Spielerinnen nach der Stimmung innerhalb des Teams, bekommt man jedenfalls ein einstimmiges "geil" entgegengegrölt. "Hier verstehen sich alle - ob alt oder jung. Klar gibt es auch mal Unstimmigkeiten. Aber der Zusammenhalt ist größer als das, was nicht passt", plaudert Bettina Geitebrügge aus dem Nähkästchen.

Weihnachtsmarkt statt Trainingsplatz

So gehören auch gemeinsame Unternehmungen außerhalb des Sportplatzes dazu. So fiel für einen Besuch des Dortmunder Weihnachtsmarktes in der letzten Woche sogar mal das Training aus - eine kleine Belohnung für den Fleiß der "ETuSsen".

Und ihr Ziel, endlich mal ein Spiel zu gewinnen, werden sie auch nach der einen oder anderen Tasse Glühwein nicht aus den Augen verloren haben.

  

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