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Am weitesten geht's mit Grün

OLFEN Jan Henrich, Mitinhaber der Firma Fahrzeugtechnik Olfen, schwenkt die drei runden Umweltvignetten: „Grün ist am besten. Damit fahren Sie am weitesten. Mit Gelb kommt man nicht ganz so weit und mit Rot nur ein Stückchen.“

von Von Matthias Münch

, 03.01.2008
Am weitesten geht's mit Grün

Grüne, gelbe oder rote: Jan Henrich zeigt, welche Auswahl an Plaketten es gibt. Das richtet sich nach der Schadstoffklasse des Autos.

Wer allerdings gar keine Feinstoffplakette an seiner Windschutzscheibe hat, der darf in bestimmte Innenstädte ab sofort überhaupt nicht mehr hineinfahren. In Nordrhein-Westfalen hat zum Beispiel die Stadt Köln seit 1. Januar solche Umweltzonen eingerichtet. Dortmund folgt in der kommenden Woche, andere werden ebenfalls folgen. Für den Kunden, der gerade in einem Golf 5 mit Benzinmotor vorfährt, nimmt Jan Henrich sofort den grünen Aufkleber zur Hand. Das Auto ist so neu, da hat er eigentlich keinen Zweifel. Ein Blick in den Fahrzeugschein bestätigt das: Die Endziffern der Schlüsselnummer oben links auf dem KFZ-Schein lauten 62 - relativ geringer Schadstoffausstoß, also freie Fahrt in allen Umweltzonen.

Überwachung durch Politessen

„Jetzt mache ich die Plakette scharf“, erklärt der Fachmann, indem er die Schutzfolie von der Vignette abzieht. Dann klebt er sie an die vorgeschriebene Stelle: in Fahrtrichtung unten rechts hinter der Windschutzscheibe, also auf der Beifahrerseite. Noch überprüfen in der Regel die Politessen oder „Knöllchenschreiber“, die auch den ruhenden Verkehr überwachen, die Beachtung der Feinstoffvorschriften. Doch künftig sollen die Plaketten in den jeweiligen Innenstädten automatisch gelesen werden. Dann muss der Aufkleber am richtigen Platz sein. Jan Henrich hat schon etliche Vignetten verkauft: „Das ging vor einem Jahr im Januar los, als die Plaketten herauskamen“, erinnert er sich. „Dann war erstmal Ruhe. Und jetzt zieht es wieder an, weil die nun die ersten Umweltzonen eingerichtet wurden.“Von 5 bis 10 Euro Verkauft werden die Plaketten bei allen Stellen des Straßenverkehrsamtes, des TÜV und der Dekra, nicht aber bei der Stadtverwaltung. Außerdem sind sie in allen Auto-Werkstätten erhältlich, die eine Zulassung für die Abgasuntersuchung (AU) haben. Der empfohlene Abgabepreis liegt zwischen fünf und zehn Euro. Bei der Firma B + B Automobile an der Robert-Boschstraße kostet der Aufkleber acht Euro. Die anderen KFZ-Betriebe in der Steverstadt nehmen den niedrigsten Preis von fünf Euro. Sie liegen alle im Gewerbegebiet Hafen: Firma Brinkmann (Kanalstraße), Olfener Autohaus (Alfred-Krupp-Straße), PKW & Nutzfahrzeug-Service Sander (Rudolf-Diesel-Straße) sowie Fahrzeugtechnik Olfen (Robert-Bosch-Straße).

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