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Die Stever trieb einst das Mühlrad an

OLFEN Unscheinbar, aber eine wichtige historische Bedeutung kommt der Recheder Mühle zu. Das eingelassene Wappen an der Ostseite des Bauwerks aus dem Jahr 1620 lässt erahnen, dass mehr hinter diesem Gemäuer steckt.

04.10.2007

In der Tat ist das heutige Wohnhaus aus Backstein der letzte Hinweis auf die Landesburg Rechede. Die Landesburg Recheder war neben der Recheder Mühle im Besitz des Bischofs. Zwar ist das genaue Baujahr nicht bekannt, doch schon im 12. Jahrhundert verzeichneten sich Gottfried von Rechede und Heinrich von Rechede als Burgherren. Burgherren gehörten zum niederen Adel und hatten die Aufgabe das Rittergut zu schützen und dem Bischof zur Seite zu stehen. Das Wappen des Geschlechts zeigte ein goldgegittertes blaues Schild.Verkauf an ein anderes Geschlecht

1425 verkaufte Lubbert von Rechede mit Einverständnis des Bischofs das Haus Reschede an Hermann von Litloe. Der Bischoff hatte jedoch immer noch das Obereigentum. Die Familie Litloe stammte wahrscheinlich aus Holland. Das Geschlecht starb mit Wilhem von Litloe 1541 aus.

Welhelms, Wennemar von Heiden, übernahm das Haus Rechede bis er 1552 starb. 1562 wurde es Teil des Rittergutes Sandfort, dessen Besitzer sich Stephan von Mecheln nannte. Ende des 16. Jahrhunderts verschwand die Landesburg Rechede.

Wo heute neben der Mühle nur noch ein Teich zu sehen ist, lag früher, bis zum Bau des Dortmund-Ems Kanals, das Steverbett. Dem zu Folge wurde auch das Mühlrad abgebaut. Die Mühlradöffnung ist vermauert. Lediglich die Dacheindeckung, Dachfenster und vierachsige Fenster wurden erneuert. Heute wird das gut erhaltene Gebäude als Wohnhaus genutzt und steht unter Denkmalschutz.

Quellen: Chronik der Stadt Olfen, Denkmalliste der Stadt Olfen

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