Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Feuerwehr probte den Ernstfall

Herbstabschlussübung

Der Herzinfarkt eines Bauern löste auf dem Hof Kortenbusch eine Katastrophe aus. Der Mann sackte über seinem Lenkrad zusammen. Sein Radlader stieß gegen den Flüssigkeitsgastank. Die Gabel durchbohrte den Tank. Gas strömte aus. Zum Glück nur eine Übung der Feuerwehr.

OLFEN

von Von Edith Möller

, 07.11.2011
Feuerwehr probte den Ernstfall

Christian Kortenbusch miemt an der Unglücksstelle einen Herzinfarkt

Dramatischer hätte die geheime Herbstabschlussübung nicht inszeniert werden können. Vorsorglich wurde Nachbar Albert Kortenbusch informiert, damit er keinen Schrecken bekommt. Die Übung beginnt am Freitag um 17.35 Uhr. Der stellvertretende Wehrführer Thomas Michels gibt seine Meldung zur Leitstelle ab. Sofort wird der Alarm ausgelöst. Die Sirene heulen. Gleichzeitig werden die freiwilligen Feuerwehrkameraden über ihre Funkmelder benachrichtigt.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Feuerwehrübung

04.11.2011
/
Geheime Herbstabschlussübung.
Besprechung im Einsatzwagen.
Jan Kortenbusch war die zweite Person, die gerettet wurde.
Die Familie Kortenbusch beobachtet interessiert die Arbeit der Feuerwehr.
Geheime Herbstabschlussübung.
Hier findet die Atemschutzüberwachung statt.
Hier wird Funkprotokoll geführt.
Einsatzleiter und Zugführer Markus Pöter (2.v.re.) im Gespräch mit den Vinnumer Kameraden.
Die Feuerwehr im Gasnebel.
Geheime Herbstabschlussübung.
Geheime Herbstabschlussübung.
Geheime Herbstabschlussübung.
Christian Kortenbusch miemt an der Unglücksstelle einen Herzinfarkt© Foto: Edith Möller
Einsatzleiter und Zugführer Markus Pöter im Gespräch mit Hubertus Kortenbusch.
Geheime Herbstabschlussübung.
Schlagworte Olfen

Es vergehen nur wenige Minuten, als der Ersthelferwagen mit dem Einsatzleiter und Zugführer Markus Pöter eintrifft, gefolgt von den Löschzügen I und II aus Olfen und dem Löschzug Vinnum. Ein Nebel aus Gas hüllt den Hof Kortenbusch mehr und mehr ein. Für die Kameraden steht die Menschenrettung an erster Stelle. Weiträumig muss evakuiert werden. Alle Zündquellen werden ausgeschaltet. Der kleinste Funke könnte eine riesige Detonation auslösen.

Mit Brandschutzkleidung und schwerem Atemschutz begeben sich zwei Kameraden zur Unfallstelle. Das „Opfer“ Christian Kortenbusch wird aus dem Radlader gezogen und zu den Ersthelfern gebracht. Beim inspizieren der Umgebung kann auch Jan Kortenbusch, der vom Gasgeruch ohmmächtig wurde, gerettet werden. Die milchige Gaswolke, die über dem Hof schwebt, wird mit einer Wasserfontaine kanalisiert. Der Tank kann mit Schwerschaum abgedeckt werden, der die Austrittsstelle vereist.Thomas Michels sprach von einer extrem schwierigen Übungssituation, die von den Kameraden fachgerecht abgearbeitet wurde. Zum Einsatz kam der Gerätewagen für Gefahrengut. „Wir mussten mit speziellem Werkzeug arbeiten, dass keine Funken reißt“, erklärte Markus Pöter. Am Rande des Geschehens beobachteten auch Bürgermeister Josef Himmelmann und Ordnungsamtsleiter Jochen Wiggen interessiert das rege Treiben. Hubertus Kortenbusch bedankte sich mit einem deftigen Essen bei der Freiwilligen Feuerwehr, denn „schon zwei Mal wurde uns geholfen“, erzählte er.

Lesen Sie jetzt