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Folgen des Krieges dauern an

OLFEN Die Menschen in Kambodscha leiden bis heute unter den Folgen des Krieges. Große Armut, Mangelernährung und eine schlechte Gesundheitsversorgung führen dazu, dass häufig Kinder mit Behinderungen geboren werden.

von Von Matthias Münch

, 13.12.2007

Rückstände von Chemikalien in Ackerflächen und Gewässern sowie großflächig verminte Gebiete bedrohen die Gesundheit der Menschen. Die Caritas Kambodscha betreut Familien mit Kindern, die geistige Behinderungen, psychische Probleme oder Entwicklungsstörungen haben. Der Psychiater Dr. Bhoomi und sein Team arbeiten daran, die Versorgung der Kinder in ihren Familien und Gemeinden zu verbessern und sie in Regelschulen zu integrieren. Caritas international unterstützt sie dabei. Die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums der Caritas Kambodscha in der Nähe der Hauptstadt Phnom Penh beraten und helfen Familien seit 1991.

Eltern werden geschult

Um eine möglichst große Zahl von Familien zu erreichen, setzen sie auf eine gemeindenahe Versorgung. In 24 Dörfern schulen sie Eltern in der Betreuung und im richtigen Umgang mit ihren Kindern. In jedem der Dörfer werden zwei Freiwillige ausgebildet als Ansprechpartner und Helfer für die Familien. Denn viele der Probleme ließen sich durch eine bessere Ernährung, Hygiene und allgemeine Versorgung vermeiden. Eltern von Kindern mit Behinderung sollen lernen ihre Kinder anzunehmen und so zu fördern, damit sie in Zukunft ein möglichst eigenständiges Leben führen können.Kinder mit leichten bis mittelschweren Behinderungen haben ein Recht darauf, eine Regelschule zu besuchen. An vier Schulen in der Region werden daher die Lehrer für den Umgang mit den Kindern sensibilisiert und weitergebildet. Besondere Angebote, wie Sportclubs oder gezielte Hilfen bei Lernschwächen ergänzen das Projekt. Ziel der Bemühungen ist eine Verbesserung der Lebenssituation der Menschen sowie eine bessere Integration von Menschen mit Behinderung in die kambodschanische Gesellschaft.

7000 Kinder profitieren

Einige Zahlen zum Projekt:  Das Gesundheitszentrum der Caritas Kambodscha berät im Jahr 3000 Familien. 24 Gemeinden und vier Schulen sind an das Projekt angeschlossen und werden regelmäßig von Mitarbeitern besucht.  Rund 7000 Kinder und ihre Familien profitieren von dem Projekt. 150 Kinder mit Behinderung wurden bisher in Regelschulen integriert.

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