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Hölzerner Bulle unter dem Hammer

OLFEN Zu einer echten Schau mit spannendem Finale wurde die amerikanische Versteigerung der Heckrind-Skulptur am Ende des Oktoberfestes. Franz Pohlmann hatte der Werbering am Sonntag als Auktionator gewinnen können, der diese Aufgabe mit Humor und professionellem Geschick meisterte.

von Von Matthias Münch

, 15.10.2007
Hölzerner Bulle unter dem Hammer

Glückliche Gewinner der Versteigerung mit ihrer Trophäe: die Feuerwehrmänner (v.l.) Thomas Michels, Sascha Gramm, Thomas Wilhelm und Jörg Heiligenpahl.

Den ganzen Tag hatte Kettensägen-Künstler Shapoor Engineer sein Können unter Beweis gestellt und mit seinen Motorsägen aus einem großen Stück Eichenholz ein filigranes Heckrind geschnitzt. Dafür heimste er Applaus ein, als ihn Franz Pohlmann vor Beginn der Versteigerung auf der Marktplatzbühne kurz interviewte. Beifall brandete auch für Gerd Herzing auf, der die Besucher mit seinem Akkordeon unterhielt.

Vereine ließen sich nicht lumpen

Dann ging es ans Eingemachte. Während Doris Sendermann, Josef Himmelmann und Jochen Worms mit Eimern durch die Reihen gingen, um das Geld einzusammeln, animierte Franz Pohlmann die Olfener zum Bieten. Er startete mit zwei Euro und steuerte zunächst auf eine Gruppe von Kitt-Brüdern zu. Die ließen sich genauso wenig lumpen wie danach ein Tisch mit Feuerwehrkameraden, Olfener Wirte, Mitglieder des Spielmannszuges oder der Familienkreis der Kolpingsfamilie. Allen holte Pohlmann mit flotten Sprüchen das Geld aus der Tasche.

Erhitzter Zweikampf

Einige Kostproben: "Wer sich zu Hause eine Steveraue nachbauen möchte, kann mit diesem Bullen schon mal anfangen."  "Macht das Portemonnaie nicht zu, es geht weiter." "Das sieht zwar so aus wie ein großer Hund, ist aber ein Heckrind." In der zweiten Runde war der Mindesteinsatz fünf Euro.   Einige Besucher zogen noch mit. Schließlich kristallisierte sich aber ein Team-Zweikampf heraus. Die Feuerwehrgruppe und die Olfener Steverknappen schaukelten sich gegenseitig hoch und legten einen Schein nach dem anderen in den Eimer. Zwischendurch trieb noch eine Bürgerinnen aus Vinnum den Preis in die Höhe.

Für 265 Euro an die Feuerwehr

Am meisten ließen die Schalke-Fans den Spaß kosten. "Wir wollen das Tier unbedingt haben", so der Vorsitzende der Steverknappen Friedhelm Kopka und sein Stellvertreter Markus Marott. Als Franz Pohlmann ihnen gerade den Zuschlag geben wollte, mischte plötzlich der Bürgermeister mit. Sichtlich sauer mussten die Knappen erkennen, dass ihnen BVB-Fan Josef Himmelmann das Heckrind auf keinen Fall überlassen würde und stiegen schließlich frustriert aus.

Danach kamen dann doch die Feuerwehrleute zum Zuge und nahmen den hölzernen Bullen nach ihrem letzten Gebot jubelnd entgegen. 265 Euro kamen bei der Auktion zusammen. Sie sind für die Arbeit des Jugendtreffs Auszeit bestimmt.

  

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