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Homepage unsicher: Ursache liegt nicht in der Software

Datenpanne

OLFEN Noch immer ist unklar, wie es zu der Datenpanne auf der Homepage der Stadt Olfen und des Kreises Coesfeld kam. Nich-öffentliche Unterlagen waren öffentlich zugänglich. Doch soviel ist wohl klar: Die Software der Firma somacos ist nicht der Auslöser.

von Von Theo Wolters

, 29.04.2010
Homepage unsicher: Ursache liegt nicht in der Software

Die Homepage der Stadt Olfen.

„Wir können definitiv ausschließen, dass der Fehler bei uns liegt“, erklärte Geschäftsführer Bernd Thiem. Da es aber wohl bei einigen Kunden ein Sicherheitsproblem gegeben hat, habe sein Unternehmen alle Kunden angeschrieben. „Wir haben sie gebeten, auf jeden Fall eine Sicherheitsüberprüfung zu veranlassen.“

Denn der Fehler müsste bei den Webservern liegen. Und diese seien bei den Kommunen unterschiedlich. Vor einiger Zeit hat somacos schon einmal seine Kunden gebeten, Sicherheitsüberprüfungen durchzuführen. „Nach dem Datenskandal in einigen Einwohnermeldeämtern im August 2008 haben wir unsere Software sicherheitshalber einmal durchleuchtet.“ Sie war damals und ist heute sicher. Einige der Kunden seien der Bitte wohl nicht gefolgt.

Wie viele Kommunen von der Lücke betroffen sind, kann Bernd Thiem nicht genau sagen. In NRW gibt es 54 Verwaltungen, die mit der somacos-Software arbeiten. Der Geschäftsführer telefonierte gestern auch mit Olfens Bürgermeister Josef Himmelmann. „In dem Gespräch habe ich ihm deutlich gesagt, dass der Fehler nicht bei uns liegt.“ Er habe den Bürgermeister gebeten, eine vollständige Sicherheitsüberprüfung durchzuführen.

„Es muss überlegt werden, ob nicht zusätzliche Sicherungen eingebaut werden sollen.“ Diese würden zwar Geld kosten, doch könnten solche Datenpannen dann leichter verhindert werden. Bernd Thiem wird auch darauf drängen, dass der Fall vom Datenschutzbeauftragten des Landes genau untersucht wird. „Es muss festgestellt werden, bei wem die Verantwortung liegt.“ System gesperrt Das Ratsinformationssystem auf der Webseite der Stadt Olfen ist weiterhin gesperrt. Dies wird auch vorläufig so bleiben. „Wir werden das Bürgerinformationssystem wieder freischalten“, so der Bürgermeister. Die Ratsmitglieder müssten aber erst einmal auf den Zugang zu nicht öffentlichen Vorlagen verzichten.