Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kopfnoten sind ein gewaltiger Aufwand

OLFEN Zeugnisse bekamen am Freitag auch die Olfener Grundschüler. Für die Dritt- und Viertklässler gab es dabei etwas ganz Neues: Zensuren für ihr Arbeits- und Sozialverhalten. Welche Vorbereitungen traf die Wieschofschule im Vorfeld?

18.01.2008

Mit diesen so genannten Kopfnoten hat sich die Wieschhofschule sehr viel Mühe gemacht. Die Vorbereitungen begannen bereits im Jahr 2006, wie Rektorin Petra Deuker erklärt. Seitdem hat sich das Kollegium intensiv vorbereitet, um ein gerechtes Verfahren zur Ermittlung der Kopfnoten zu finden.

Beurteilung zu 20 Kriterien

Schließlich wurde eine Liste mit rund 20 Kriterien formuliert, die Eltern und Lehrer gemeinsam auf einer Schulkonferenz beschlossen. Hierzu gehören Dinge wie Ausdauer, mündliche Mitarbeit, Pünktlichkeit, Streitschlichtung oder Umgangsformen. Zu all diesen Kriterien beurteilen die Pädagogen ihre Schüler in den jeweiligen Fächern mehrmals im Halbjahr.

Dann vergleichen sie ihre Ergebnisse miteinander und ermitteln daraus die Note. "Ein gewaltiger Arbeitsaufwand", wie Petra Deuker feststellt. Aber auch ein Verfahren, dass konkrete und weitgehend objektive Bewertungen ermöglicht. "Ich bin zum Beispiel in meiner Klasse durchweg zu denselben Ergebnissen gekommen wie eine Kollegin mit gleicher Stundenzahl." Kam es doch einmal zu Abweichungen dann wurden diese von den Lehrern in einer pädagogischen Konferenz besprochen.

Schon bei den Elternsprechtagen im November konnten die Väter und Mütter Einblick in die bis dahin ermittelten Zwischenergebnisse nehmen. Nun gab es die ersten Zeugnisse mit den Kopfnoten, wobei die Drittklässler nur je eine Zensur für das Arbeitsverhalten und das Sozialverhalten bekamen.

Aussagekräftige Texte wird es auch in Zukunft geben

Die Viertklässler erhielten dagegen die Noten in den gleichen sechs Bereichen wie die Jugendlichen an den weiterführenden Schulen: Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Sorgfalt, Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Konfliktverhalten und Kooperationsfähigkeit. Für die Viertklässler haben die Kopfnoten eine größere Bedeutung, weil sie sich mit den jetzigen Halbjahrszeugnissen an den weiterführenden Schulen bewerben.

Neu ist die Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens für Petra Deuker und ihre Kollegen nicht. Allerdings haben sie dies bisher mit aussagekräftigen Texten getan. Dies geschieht auch weiterhin. Und das ist nach Meinung der Schulleiterin besser und eigentlich auch ausreichend: "Ich würde es lieber weiterhin nur mit Worten dokumentieren." Noten seien pädagogisch nicht so hilfreich wie konkrete Hinweise darauf, ob, wo und wie etwas zu verbessern ist.

Lesen Sie jetzt