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Möbel und Bilder im Dialog

OLFEN „Verliert Kunst im Möbelhaus?“ Diese Frage stellten sich Andrea Vorster und Andrea von Bardeleben, die am Sonntag ihre Ausstellung „Kunst im Dialog“ im Möbelhaus Georg Lackmann eröffneten.

von Von Antje Pflips

, 17.10.2007
Möbel und Bilder im Dialog

Andrea von Bardeleben (l.) und Andrea Vorster stellen im Möbelhaus Lackmann aus.

Die Antwort lautet für beide: „Nein“. Denn hier sei sie richtig platziert, zwischen Schränken und über Anrichten und Wohnlandschaften. Letztendlich würden die Bilder ja auch in Wohnungen aufgehängt und präsentiert. In einer eindrucksvollen Einführung erklärte Andrea von Bardeleben die Arbeitsweisen der beiden hauptberuflichen Malerinnen. In einem gemeinsamen Atelier in Recklinghausen arbeiten beide Seite an Seite an ihren Werken, die sich voneinander jedoch sehr unterscheiden. Während Andrea Vorster hauptsächlich mit Öl arbeitet und über viele Tage an einem Bild sitzt, bevorzugt Andrea von Bardeleben Acrylfarben. „Die sind flüssiger und trocknen schnell“. Das sei für sie sehr wichtig, denn sie müsse ihre „Ideen zügig loswerden“. Dabei entstehe in ihren ansonsten abstrakten Werken immer etwas, was nicht zuzuordnen sei. Sollte allerdings ein Werk, aus Sicht der Malerinnen, völlig misslungen sein, so „gehöre es zum Kunstschaffen, diese auch zu vernichten“. Was beide Künstlerinnen verbindet, sind die Fragen „Wie fange ich etwas an?“ und „wann höre ich auf?“ „In dem Augenblick, wenn uns ein Bild in Ruhe lässt, muss es raus, muss es gezeigt werden, muss es verkauft werden!“ Von vielen Werken, die in den Schauräumen integriert wurden, wollen sich die Künstlerinnen trennen. Saxophon Die Ergebnisse zeigen einen harmonischen Dialog zwischen Möbel und Bild. Neue Wege beschreiten Vorster und von Bardeleben mit ihren Auftragsmalereien. Sie kommen zum Kunden und machen Vorschläge zur Themen- oder Farbgestaltung, indem sie sich den Raum anschauen, in dem das Bild einmal hängen soll. Im lichtdurchfluteten Eingangsbereich improvisierte zur Ausstellungseröffnung Claudius Reimann auf dem Saxophon. Leichtfüßig dazu bewegte sich Wiebke Harder bei ihrem Ausdruckstanz, der die Inhalte der Bilder darstellen sollte. 

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