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Polizei auf Spurensuche

LÜDINGHAUSEN/OLFEN Einbrecher hinterlassen immer Spuren. Damit diese einem Täter einmal zugeordnet werden können, gibt es bei der Polizei Fachleute im Bereich der Spurensuche. Detlef Skaliks ist so einer, seine Dienststelle ist die Polizei in Lüdinghausen. An diesem Morgen begibt er sich in einem Gymnasium auf Spurensuche.

von Von Theo Wolters

, 28.12.2007

Zum wiederholten Mal wurde dort im Sekretariat eingebrochen und Computer entwendet. "Dies ist ein Einbruch mit brachialer Gewalt gewesen. Profis waren es nicht", gibt "Skali" eine erste Bewertung ab.

Denn die Täter haben erst gar nicht versucht, ein Fenster aufzuhebeln, sondern die Scheibe eingeschlagen. Und durch das nicht große Loch gelangten die Täter in das Sekretariat. "Erst schauen wir uns mal draußen um und verschaffen uns einen großen Überblick."

Fotos vom Tatort wichtig vor Gericht

Denn vor dem Gebäude kann es durchaus Hinweise auf den oder die Täter, wie zum Beispiel Fußspuren, geben. Die eingeschlagene Scheibe wird fotografiert. Denn Fotos vom Tatort sind für ein späteres Gerichtsverfahren wichtig. Fotografiert wird auch im Sekretariat.

Während Kollegin Ulrike Twiehoff ein Protokoll schreibt, öffnet Detlef Skalitz seinen Koffer und zieht sich Handschuhe an. "Im Wagen haben wir natürlich auch die aus Fernsehkrimis bekannten weißen Overalls, doch hier brauchen wir diese nicht."

Er ist sich sicher, am Fensterrahmen Spuren zu finden. Der Fensterrahmen wird genau betrachtet und mit einem speziellen Pinsel bearbeitet. Tatsächlich werden Fingerabdrücke sichtbar. Auf dem Fenstersims entdeckt der Profi dann auch Fußspuren. Und für das ungeschulte Auge kaum zu erkennen, er entdeckt einen kleinen Blutstropfen. "Mal schauen, ob wir davon eine DNA erstellen können." Alle Spuren werden fotografiert und gesichert. Ist die Arbeit am Tatort abgeschlossen, geht es zurück zur Wache.

Blut wird beim Landeskriminalamt analysiert

Dort werden die Spuren einer ersten Auswertung unterzogen. "Sind die Fingerabdrücke brauchbar, müssen wir natürlich am Tatort noch Vergleichsabdrücke von den dort beschäftigten Personen nehmen." Erst dann könne man sagen, ob die Spuren wirklich von den Tätern stammen. Der gefundene Blutstropfen wird nicht weiter in Lüdinghausen analysiert. Dies geschieht beim Landeskriminalamt. Und dies kann einige Wochen dauern. Schneller geht es, wenn es sich um ein schweres Kapitalverbrechen handelt. Doch ein Einbruch in eine Schule gehört nicht dazu.

Detlef Skaliks: "Die Spurensuche bei Einbrüchen ist auch deswegen wichtig, um sichergestellte Spuren mit denen von andern Einbrüchen vergleichen zu können." Detlef Skalitz hat in seinem Leben schon viele Spuren gesichert. Und entdeckt haben er und sein Kollegen Spuren bei jedem Einbruch. Auch wenn sie von Profis durchgeführt wurden.

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