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Sicherheit rund um die Uhr im Feuerwerkslager

OLFEN Die Polizei nahm am Sonntagabend fünf Einbrecher auf dem Gelände des ehemaligen Munitionsdepots der Bundeswehr an der Hullerner Straße fest.

von Von Matthias Münch

, 14.08.2007

Die Männer aus Lüdinghausen im Alter wischen 19 und 29 Jahren waren auf das Gelände eingedrungen, auf dem jetzt die Bochumer Firma Keller Pyro GmbH Feuerwerkskörper lagert. Matthias Münch nahm dies zum Anlass für ein Gespräch über die Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens mit dem Olfener Betriebsleiter Andreas Heptner.

Herr Heptner, wurden bei dem Einbruch am Sonntagabend Feuerwerkskörper gestohlen? Heptner: Nein, die Einbrecher hatten auch gar keine Chance, etwas zu entwenden. Dazu sind unsere Sicherheitsstandards viel zu hoch. Und die lassen wir uns auch einiges kosten.

Wie sehen dieses Standards aus? Heptner: Rund um die Uhr ist bei uns ein zweiköpfiger Sicherheitsdienst im Einsatz, übrigens von dem gleichen Unternehmen, das auch für die Stadt Olfen tätig ist. Diese Leute vom Sicherheitsdienst haben auch am Sonntag die Einbrecher auf frischer Tat ertappt und die Polizei gerufen.Außerdem haben wir ständig einen Hausmeister vor Ort. Und Hunde sind auch im Einsatz. Die Chance für Eindringlinge geht also gegen Null. Und wenn sie erwischt werden, dann kann es für sie vor Gericht ziemlich teuer werden.

Gefährlich könnte es nicht nur durch Einbrecher werden, die auf Ihrem Gelände Gelände Unfug treiben, sondern auch durch einen Unfall. Heptner: Solche Probleme sehe ich bei uns nicht. Was wir in Olfen lagern, ist bei weitem nicht so gefährlich wie die Munition, die die Bundeswehr hier früher gebunkert hatte.

Aber wie gefährlich Feuerwerkskörper sein können, hat sich doch bei dem Unglück am 13. Mai 2000 in Enschede gezeigt, als 23 Menschen starben und Tausende verletzt worden. Heptner: Die Situation in Enschede ist aus mehreren Gründen mit unserer überhaupt nicht vergleichbar. Wir haben nur Jugend- und Silvesterfeuerwerk. In Enschede hatten sie richtige große Pulverfässer. In der Nähe unserer Lager ist überhaupt keine Wohnbebauung. Und schließlich sind unsere Artikel in den ehemaligen Bundeswehrbunkern hinter 3,5 Meter dicken Betonmauern verschlossen. Die Stahltüren halten sogar Raketen stand.

Gibt es trotzdem einen Sicherheitsplan? Heptner: Ja, es gibt einen so genannten Störfallplan, der mit der Olfener Feuerwehr abgestimmt ist.

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