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Spargelernte läuft erst langsam an

Hof Schulze Kökelsum

OLFEN „Zu viel Spargel ist Stress, zu wenig eine Katastrophe“, sagt Georg Schulze Kökelsum. Und zu wenig Spargel hat der Landwirt aus Olfen zur Zeit. Denn die Sonne lässt sich erst seit Freitag blicken - davor war es tagelang bedeckt.

von Von Annika Ruhfaut

, 23.04.2010

In der Nacht friert es manchmal sogar noch. Das ist schlecht für den Spargel und schlecht fürs Geschäft. Seit dem 12. April ernten die rumänischen Arbeiter den Spargel auf Georg Schulze Kökelsums Feld.

Erst den, der unter den Tunneln wächst, die wie Gewächshäuser funktionieren. Dann den unter den schwarzen und zum Schluss den unter den weißen Planen. „So staffeln wir die Erntezeiten künstlich“, erklärt Georg Schulze Kökelsum. Bis zum 24. Juni geht die Saison – auf den Tag genau. Das ist Tradition unter Landwirten. Der Spargel, den die Arbeiten jetzt ernten, muss sofort gewaschen, abgekühlt, sortiert und geschält werden – zum Lagern ist im Moment zu wenig da. „Wenn ich heute steche, ihn eine Nacht im Kühlhaus lagere und am nächsten Tag bearbeite – dann hört der Stress auf“, sagt Georg Schulze Kökelsum. Hat er zu viel Spargel, leidet die Frische des Gemüses. Eine Gratwanderung für den Landwirt. Aus der Halle mit den Maschinen bringt Georg Schulze Kökelsum seiner Frau ein paar Kisten Spargel in den Bauernladen.

Acht verschiedene Kategorien bieten sie im dort an. „Je dicker eine Stange, desto besser“, sagt Georg Schulze Kökelsum. In den Lebensmittelgeschäften gibt es nur zwei Kategorien. „Das ist unser Geschäft: Die Qualität und die Frische“, sagt Georg Schulze Kökelsum. Und die zieht Kunden aus dem ganze Ruhrgebiet an.