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Unzählige Anfragen zu Flügen und Buchungen im Reisebüro

Ascheregen

OLFEN Die Auswirkungen der Aschewolken aus dem isländischen Vulkan Eyjafjallajökull sind auch in Olfen spüren. Am meisten im Reisebüro Brandt an der Kirchstraße.

von Von Matthias Münch

, 19.04.2010
Unzählige Anfragen zu Flügen und Buchungen im Reisebüro

Natürlich hat Kornelia Brandt in ihrem Olfener Reisebüro auch die Vulkaninsel Island im Angebot.

„Seit Freitag bin ich ständig damit beschäftigt“, sagt Kornelia Brandt. Entweder meldeten sich Kunden, die am Wochenende fliegen wollten oder deren Urlaubsreise bevorsteht. Solche Anfragen kamen auch am Montag noch den ganzen Tag über. Auf der anderen Seite rufen Kunden an, die in Olfen ihre Reise gebucht hatten und nun nicht aus den Ferien zurück können, weil ihre Flüge gestrichen sind.  

Abenteuerlich war die Anfrage einer Olfener Gruppe, die in Ägypten festsitzt. Die Reiseleitung eines deutschen Veranstalters wollte, dass die Gruppe im Land der Pharaonen einen Aufhebungsvertrag zu ihrer Reisebuchung unterschreibt. Damit brauchte sie sich nicht mehr um den Rückflug der Gruppe zu kümmern.   Die Olfener müssten den Flug dann selbst organisieren und selbst bezahlen. „Die Kunden haben gefragt, ob sie das unterschreiben sollen“, so Kornelia Brandt. „Ich habe ihnen natürlich abgeraten. Schließlich hat der Veranstalter das Geld für den Rückflug bereits kassiert.“

Das sei aber die Ausnahme, betont die Geschäftsfrau. Die großen Reiseveranstalter kümmerten sich gut um ihre Kunden, sorgten für Unterbringung und Rücktransport. Sie informieren auch das Olfener Reisebüro ständig über die neuesten Entwicklungen. Intensiv ist Kornelia Brandt seit einigen Tagen damit beschäftigt, Reisen auf spätere Termine umzubuchen oder zu stornieren. Erlebt hat sie Probleme solcher Größenordnung im Tourismus noch nie. Doch die Kunden haben Verständnis. Geschimpft habe noch niemand, aber: „Alle werden froh sein, wenn sie wieder zu Hause sind.“