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PEN-Deutschland kritisiert zunehmenden Antisemitismus

Göttingen. Die Schriftstellervereinigung will auf ihrer jahrestagung in Göttingen das Thema „Recht auf freie Meinungsäußerung und die neue Rechte“ ausführlich behandeln.

PEN-Deutschland kritisiert zunehmenden Antisemitismus

Regula Venske hat eine klare Meinung zu Meinungsfreiheit. Foto: Bernd Thissen

Das PEN-Zentrum Deutschland hat einen zunehmenden Antisemitismus in der Bundesrepublik beklagt. „Man schämt sich, dass man in einem Land lebt, in dem sich Antisemitismus wieder ausbreitet“, sagte die Vorsitzende der Schriftstellervereinigung, Regula Venske.

Antisemitische Äußerungen hätten nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, sagte Venske am Dienstag vor Beginn der Jahrestagung ihres Verbands in Göttingen. „Das verstößt gegen die Menschenwürde.“

Sie spielte damit auch auf die Vergabe des Echos an die umstrittenen Rapper Kollegah und Farid Bang an. Sie waren kürzlich für ein als judenfeindlich kritisiertes Album geehrt worden. Es enthält Textzeilen wie „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“.

Meinungsfreiheit höre dort auf, wo Menschen beleidigt und diffamiert werden, sagte Venske. Auf der Jahrestagung, die bis zum 29. April dauert, soll auch das Thema „Recht auf freie Meinungsäußerung und die neue Rechte“ behandelt werden.

Das PEN-Zentrum Deutschland, dem rund 750 Autorinnen und Autoren angehören, war vor 70 Jahren in Göttingen wiedergegründet worden. Der Verband ist eine von 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. Die Vereinigung versteht sich als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller und als Anwalt des freien Wortes.

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