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Paris-Roubaix - Marcel Siebergs liebstes Rennen startet am 11. April

Radsport

CASTROP-RAUXEL Die Traummaße eines Models sehen anders aus: 259 - 27 - 52,9. Der Radprofi Marcel Sieberg vom Team HTC-Columbia kommt ob derlei Zahlen indes ins Schwärmen, beschreiben sie doch seine sportliche Favoritin: die "Königin der Frühjahrs-Klassiker", das Eintagesrennen "Paris-Roubaix". Start ist am Sonntag, 11. April.

von Von Carsten Loos

, 09.04.2010
Paris-Roubaix - Marcel Siebergs liebstes Rennen startet am 11. April

Marcel Sieberg.

Im Norden Frankreichs warten am Sonntag, 11. April, zwischen Compiegne und Roubaix wieder 259 Kilometer, 27 Kopfsteinpflaster-Abschnitte mit einer Gesamtlänge von 52,9 Kilometern auf die Fahrer. Bei seinem erklärten Lieblingsrennen feierte der 27-jährige Europastädter vor Jahresfrist einen seiner größten Erfolge: 20. war er damals, drittschnellster Deutscher und bester seiner eigenen Mannschaft.

"Die letzten Wochen haben gezeigt, dass meine Form stimmt", sagt Sieberg vor dem Kräftemessen mit der Weltelite des Radsports. Er fährt, trotz des Sturzes bei der Fernfahrt "Paris-Nizza", eine überaus ordentliche Klassiker-Saison, war 5. beim "Omloop Het Nieuwsblad" und 15. bei "Gent-Wevelgem". Und zuletzt, am Ostersonntag, kam er bei der traditionsreichen "Flandern-Rundfahrt" als 23. und erneut als drittbester Deutscher ins Ziel. Obwohl Sieberg die Flandern-Rundfahrt "als normal immer zu schwer für mich" eingestuft hatte, kam er in der 29-köpfigen Verfolgergruppe hinter Sieger Fabian Cancellara (Schweiz/Saxo Bank) ins Ziel. Mit einem Schlussspurt hätte der Sprint- und Eintages-Spezialist aus Castrop-Rauxel bei dem ProTour-Rennen womöglich bis auf Platz fünf vorfahren können, hielt sich aber hinter seinem österreichischen Teamkollegen Bernhard Eisel (16.), für den die US-Mannschaft nach dessen Sieg bei "Gent-Wevelgem" gefahren war.

"Paris-Roubaix" sei ohnehin eher sein Rennen als die Flandern-Rundfahrt, tröstete sich Sieberg hernach: "Diesmal werde ich nicht nur den Helfer machen." Und auf das nötige Glück in der "Hölle des Nordens" muss er hoffen: "Gerade hier braucht man das."