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Personalnot und neues Gesetz: Das sagen die Fahrlehrer in der Region

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"Wenn man zusätzlich zu den Ausbildungskosten mit berücksichtigt, dass man ja auch seinen Lebensunterhalt bestreiten muss, dann können sehr schnell 20.000 oder sogar 30.00 Euro zusammenkommen", sagt Peter Picknik (l.) aus Haltern. Die Nachfolge in seiner Fahrschule ist geregelt: Sohn Kai (r.) übernimmt. Fahrlehrer werden dennoch gesucht.
"Wenn man zusätzlich zu den Ausbildungskosten mit berücksichtigt, dass man ja auch seinen Lebensunterhalt bestreiten muss, dann können sehr schnell 20.000 oder sogar 30.00 Euro zusammenkommen", sagt Peter Picknik (l.) aus Haltern. Die Nachfolge in seiner Fahrschule ist geregelt: Sohn Kai (r.) übernimmt. Fahrlehrer werden dennoch gesucht.

Foto: Jürgen Wolter

Klaus Niehoff betreibt Fahrschulen in Vreden, Stadtlohn, Ottenstein und Gescher im Westmünsterland. Er sagt: "Wir haben zu wenig gute Fahrlehrer. Man muss engagiert, einfühlsam und geduldig sein, den Job ernst nehmen und damit klarkommen, wenn man wenig Freizeit hat."
Klaus Niehoff betreibt Fahrschulen in Vreden, Stadtlohn, Ottenstein und Gescher im Westmünsterland. Er sagt: "Wir haben zu wenig gute Fahrlehrer. Man muss engagiert, einfühlsam und geduldig sein, den Job ernst nehmen und damit klarkommen, wenn man wenig Freizeit hat."

Foto: Victoria Thünte

Tobias Niedrich (l.)  hat die gleichnamige Fahrschule in Werne von seinem Vater Jürgen übernommen. Seit über einem jahr sucht er vergeblich einen neuen Fahrlehrer: "Ich habe es über Zeitungsanzeigen, das Arbeitsamt und Facebook versucht." Doch die Bewerber stehen auch hier alles andere als Schlange.
Tobias Niedrich (l.) hat die gleichnamige Fahrschule in Werne von seinem Vater Jürgen übernommen. Seit über einem jahr sucht er vergeblich einen neuen Fahrlehrer: "Ich habe es über Zeitungsanzeigen, das Arbeitsamt und Facebook versucht." Doch die Bewerber stehen auch hier alles andere als Schlange.

Foto: Helga Felgenträger

"Die Arbeitszeiten liegen oft in den Abendstunden und reich werden kann man als Fahrlehrer auch nicht", sagt der Halterner Fahrlehrer Jürgen Helmer. Trotzdem möchte er eine Lanze für den Beruf brechen: "Fahrlehrer ist ein Job, der Spaß macht, der interessant und abwechslungsreich ist. Man hat viel mit jungen Menschen zu tun. Insofern kann ich nur dazu raten, bei Interesse den Beruf zu ergreifen. Die Berufsaussichten sind hervorragend."
"Die Arbeitszeiten liegen oft in den Abendstunden und reich werden kann man als Fahrlehrer auch nicht", sagt der Halterner Fahrlehrer Jürgen Helmer. Trotzdem möchte er eine Lanze für den Beruf brechen: "Fahrlehrer ist ein Job, der Spaß macht, der interessant und abwechslungsreich ist. Man hat viel mit jungen Menschen zu tun. Insofern kann ich nur dazu raten, bei Interesse den Beruf zu ergreifen. Die Berufsaussichten sind hervorragend."

Foto: Jürgen Wolter

Claudia und Norbert Schöne betreiben eine Fahrschule in Dorsten. Sie kritisieren die Zulassungsvoraussetzungen für den Beruf des Fahrlehrers, wo nicht einmal mehr ein Hauptschulabschluss vorgeschrieben ist. "Das Bildungsniveau sollte erhöht werden, nicht gesenkt", meint Claudia Schöne. Mit dem Beruf sei schließlich eine Vorbildfunktion und viel Verantwortung verbunden.
Claudia und Norbert Schöne betreiben eine Fahrschule in Dorsten. Sie kritisieren die Zulassungsvoraussetzungen für den Beruf des Fahrlehrers, wo nicht einmal mehr ein Hauptschulabschluss vorgeschrieben ist. "Das Bildungsniveau sollte erhöht werden, nicht gesenkt", meint Claudia Schöne. Mit dem Beruf sei schließlich eine Vorbildfunktion und viel Verantwortung verbunden.

Foto: Marie Rademacher

Karsten Stuckmann (2. v. r.) ist Inhaber der Fahrschule Lappenschmiede in Castrop-Rauxel und Dozent an einer Fahrlehrer-Fachschule. Er würde es begrüßen, wenn mehr Frauen den Beruf ergreifen würden. "Der Job erfordert auch viel Kopfarbeit. Wir bringen nicht nur das Fahren bei, sondern sind auch Psychologen, beste Freunde." Frauen seien häufig sehr viel empathischer als Männer und fänden einen guten Zugang, besonders zu den jüngeren Führerscheinanwärtern.
Karsten Stuckmann (2. v. r.) ist Inhaber der Fahrschule Lappenschmiede in Castrop-Rauxel und Dozent an einer Fahrlehrer-Fachschule. Er würde es begrüßen, wenn mehr Frauen den Beruf ergreifen würden. "Der Job erfordert auch viel Kopfarbeit. Wir bringen nicht nur das Fahren bei, sondern sind auch Psychologen, beste Freunde." Frauen seien häufig sehr viel empathischer als Männer und fänden einen guten Zugang, besonders zu den jüngeren Führerscheinanwärtern.

Foto: Till Meyer

Wer sich um eine Erlaubnis als Pkw-Fahrlehrer bewirbt, braucht neuerdings nicht mehr zwangsläufig auch einen Motorrad- und Lkw-Führerschein. Daniel Bernhardt von der gleichnamigen Fahrschule aus Dorsten kritisiert diese Regelung: "Es ist gut, wenn man als Fahrlehrer weiß, wie sich ein Lkw-Fahrer oder ein Motorradfahrer im Straßenverkehr verhält."
Wer sich um eine Erlaubnis als Pkw-Fahrlehrer bewirbt, braucht neuerdings nicht mehr zwangsläufig auch einen Motorrad- und Lkw-Führerschein. Daniel Bernhardt von der gleichnamigen Fahrschule aus Dorsten kritisiert diese Regelung: "Es ist gut, wenn man als Fahrlehrer weiß, wie sich ein Lkw-Fahrer oder ein Motorradfahrer im Straßenverkehr verhält."

Foto: Marie Rademacher

Gerd Holtkamp (vorne mit seinem Fahrschüler Abou Ruslan) hat gut lachen. Der Lüdinghauser, der auch in Selm eine Fahrschule hat, hat eine Mitarbeiterin gefunden – trotz Fahrlehrermangels. (Selm)
Gerd Holtkamp (vorne mit seinem Fahrschüler Abou Ruslan) hat gut lachen. Der Lüdinghauser, der auch in Selm eine Fahrschule hat, hat eine Mitarbeiterin gefunden – trotz Fahrlehrermangels. (Selm)

Foto: Sylvia vom Hofe

Peter Overbeck (Dorsten)
Peter Overbeck (Dorsten)

Foto: Marie Rademacher

Heike Brümmer und Dirk Haßel freuen sich über den neuen Fahrsimulator in der Fahrschule Brümmer passend zum 100-jährigen Jubuläum. (Werne)
Heike Brümmer und Dirk Haßel freuen sich über den neuen Fahrsimulator in der Fahrschule Brümmer passend zum 100-jährigen Jubuläum. (Werne)

Foto: Sabrina Nierhoff

Dortmund
Dortmund

Foto: privat

"Wenn man zusätzlich zu den Ausbildungskosten mit berücksichtigt, dass man ja auch seinen Lebensunterhalt bestreiten muss, dann können sehr schnell 20.000 oder sogar 30.00 Euro zusammenkommen", sagt Peter Picknik (l.) aus Haltern. Die Nachfolge in seiner Fahrschule ist geregelt: Sohn Kai (r.) übernimmt. Fahrlehrer werden dennoch gesucht.
Klaus Niehoff betreibt Fahrschulen in Vreden, Stadtlohn, Ottenstein und Gescher im Westmünsterland. Er sagt: "Wir haben zu wenig gute Fahrlehrer. Man muss engagiert, einfühlsam und geduldig sein, den Job ernst nehmen und damit klarkommen, wenn man wenig Freizeit hat."
Tobias Niedrich (l.)  hat die gleichnamige Fahrschule in Werne von seinem Vater Jürgen übernommen. Seit über einem jahr sucht er vergeblich einen neuen Fahrlehrer: "Ich habe es über Zeitungsanzeigen, das Arbeitsamt und Facebook versucht." Doch die Bewerber stehen auch hier alles andere als Schlange.
"Die Arbeitszeiten liegen oft in den Abendstunden und reich werden kann man als Fahrlehrer auch nicht", sagt der Halterner Fahrlehrer Jürgen Helmer. Trotzdem möchte er eine Lanze für den Beruf brechen: "Fahrlehrer ist ein Job, der Spaß macht, der interessant und abwechslungsreich ist. Man hat viel mit jungen Menschen zu tun. Insofern kann ich nur dazu raten, bei Interesse den Beruf zu ergreifen. Die Berufsaussichten sind hervorragend."
Claudia und Norbert Schöne betreiben eine Fahrschule in Dorsten. Sie kritisieren die Zulassungsvoraussetzungen für den Beruf des Fahrlehrers, wo nicht einmal mehr ein Hauptschulabschluss vorgeschrieben ist. "Das Bildungsniveau sollte erhöht werden, nicht gesenkt", meint Claudia Schöne. Mit dem Beruf sei schließlich eine Vorbildfunktion und viel Verantwortung verbunden.
Karsten Stuckmann (2. v. r.) ist Inhaber der Fahrschule Lappenschmiede in Castrop-Rauxel und Dozent an einer Fahrlehrer-Fachschule. Er würde es begrüßen, wenn mehr Frauen den Beruf ergreifen würden. "Der Job erfordert auch viel Kopfarbeit. Wir bringen nicht nur das Fahren bei, sondern sind auch Psychologen, beste Freunde." Frauen seien häufig sehr viel empathischer als Männer und fänden einen guten Zugang, besonders zu den jüngeren Führerscheinanwärtern.
Wer sich um eine Erlaubnis als Pkw-Fahrlehrer bewirbt, braucht neuerdings nicht mehr zwangsläufig auch einen Motorrad- und Lkw-Führerschein. Daniel Bernhardt von der gleichnamigen Fahrschule aus Dorsten kritisiert diese Regelung: "Es ist gut, wenn man als Fahrlehrer weiß, wie sich ein Lkw-Fahrer oder ein Motorradfahrer im Straßenverkehr verhält."
Gerd Holtkamp (vorne mit seinem Fahrschüler Abou Ruslan) hat gut lachen. Der Lüdinghauser, der auch in Selm eine Fahrschule hat, hat eine Mitarbeiterin gefunden – trotz Fahrlehrermangels. (Selm)
Peter Overbeck (Dorsten)
Heike Brümmer und Dirk Haßel freuen sich über den neuen Fahrsimulator in der Fahrschule Brümmer passend zum 100-jährigen Jubuläum. (Werne)
Dortmund