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Fukushima

Politiker trinkt Wasser aus Atomruine

TOKIO Bizarre PR-Aktion: Ein japanischer Politiker hat demonstrativ ein Glas entseuchtes Wasser aus der Atomruine in Fukushima getrunken. Das Wasser stammt aus Pfützen in der Atomruine und wurde aufbereitet. Journalisten hatten den Politiker zum Trinken aufgefordert.

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Politiker trinkt Wasser aus Atomruine

Aufbereitetes Wasser aus den Ruinen des havarierten Atomkraftwerks Fukushima trank ein japanischer Politiker.

„Ich glaube zwar nicht, dass das die Sicherheit beweisen kann“, wurde Yasuhiro Sonoda von der regierenden Demokratischen Partei (DPJ) am Dienstag von japanischen Medien zitiert. Er habe das Wasser aber getrunken, weil Journalisten ihn aufgefordert hätten zu beweisen, dass das Wasser in der Anlage nach der Entseuchung sicher sei.

Um die Sicherheit zu beweisen, müssten am besten Daten vorgelegt werden, sagte der Politiker in der Zentrale des Atombetreibers Tepco in Tokio. Das Wasser in dem Glas stammte aus radioaktiven Pfützen im Untergeschoss der Reaktoren Nummer 5 und 6 des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi. Es wurde in einem Auffangbehälter gesammelt und im Oktober dekontaminiert, wie die Zeitung „Mainichi Shimbun“ meldete. Das Kernkraftwerk war durch ein Erdbeben der Stärke 9,0 und einen Jahrhundert-Tsunami schwer beschädigt worden. Zehntausende Menschen mussten die verstrahlten Gebiete um das AKW verlassen.

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