Politische „Gorillaz“ sorgen für Partystimmung

Ausverkauftes Konzert in Düsseldorf

Im Rahmen ihrer „Humanz“-Tour gaben die Gorillaz ein umjubeltes Konzert in der mit 7500 Fans restlos ausverkauften Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf. Dabei brachten sie ihre Fans nicht nur zum Tanzen, sondern hatten auch noch eine politische Botschaft für sie im Gepäck.

Düsseldorf

von Bernd Schuknecht

, 19.11.2017, 12:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sänger Damon Albarn hat auf der Tour zum ersten Mal sein Gesicht gezeigt.  Foto: Thomas Brill

Sänger Damon Albarn hat auf der Tour zum ersten Mal sein Gesicht gezeigt. Foto: Thomas Brill © Thomas Brill

Die Gorillaz sind ein popmusikalisches Unikum: einerseits ein virtuelles Comic-Kunstprodukt, andererseits eine live auftretende Band mit eindeutigem Kult-Status.

Die Väter der Mitglieder 2D (Gesang, Keyboard), Murdoc Niccols (Bass), Noodles (Gitarre) und Russel Hobbs (Schlagzeug) sind im wirklichen Leben Blur-Sänger Damon Albarn und Zeichner Jamie Hewlett, der unter anderem an dem bekannten Comic „Tank Girl“ mitgearbeitet hat.

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Die Gorillaz in Düsseldorf

19.11.2017
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Die Gorillaz auf ihrer
"Humanz"-Tour am 18.11. 2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz auf ihrer Humanz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz auf ihrer Humanz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz auf ihrer Humanz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz auf ihrer Humanz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz auf ihrer Humanz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz auf ihrer Humanz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz auf ihrer Humanz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz auf ihrer Humanz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz auf ihrer Humanz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill
Die Gorillaz auf ihrer Humanz am 18.11.2017 in Düsseldorf.© Thomas Brill

Zahlreiche Gäste bereichern facettenreiche Show

Im Frühjahr veröffentlichten Gorillaz ihr fünftes und jüngstes Studioalbum „Humanz“, doch das Repertoire in Düsseldorf berücksichtigte bei der aberwitzigen Affenshow auch reichlich älteres Songmaterial.

Begeisterter Jubel empfängt die Band , die sich nicht nur den Luxus eines sechsköpfigen Backing-Chors, sondern auch den zahlreicher Gäste aus der Hip-Hop-Szene wie De La Soul, Peven Everett, Zebra Katz oder Little Simz leistet.

Mit „M1 A1“ starten die Gorillaz einen klanglich globalisierten Pop-Soundtrack, der von Rap über R`n`B, Disco-Zitaten, Ethno-Beats sowie Rock so mancherlei Stil-Zutaten integriert.


Gorillaz mit viel Energie - und Gesicht

Es ist wie ein schillernder DJ-Set, nur dass eben keine Knöpfchen gedrückt werden, sondern dass alles in Echtzeit abläuft.

Die begeistert applaudierenden, und vor der Bühne tanzenden Fans sind hingerissen, zumal die Gorillaz nicht wie in früheren Zeit im Nebulösen einer verschleierten Bühne agieren, sondern Damon Albarn mit Lust und Laune vom Affen zur Rampensau mutiert.


Zwischen politischer Botschaft und ausgelassener Party

Im ersten Konzertteil beschwören Songs wie „Last Living Souls“, „Every Planet We Reach Is Dead“ oder „Saturnz Barnz“ mit melancholisch-brit-poppigem Unterton und entsprechenden Filmsequenzen auf der Videowand die Endzeit auf diesem Planeten. Allerdings wird dieses ernsthafte Anliegen alsbald von ausgelassener Partystimmung regelrecht von der Bühne gefegt.

Den Anfang machen dabei die Hip-Hop-Legenden von De La Soul mit „Superfast Jelly Fish“, es folgen Peven Everett mit „Strobelite“, die „Murder Sex Party“ mit Jamie Principle und Zebra Katz sowie die atemberaubend gute Rapperin Little Simz.

Fünf Zugaben zum Abschied

Spätestens bei „We Got the Power“ schließt sich der Kreis zwischen politischer Agitation und ausgelassener Partystimmung. Fünf Zugaben, darunter „Hong Kong“ und „Clint Eastwood“, servieren die Gorillaz ihren 7500 Fans zum Abschied.