Polizei schließt technischen Defekt aus

Brand auf Schrottplatz

Bis zu 700 Autowracks standen am Freitag in Recklinghausen in Brand, 15 Meter hoch waren die Flammen. Jetzt hat die Polizei eine Vermutung, was hinter dem Großfeuer auf einem Schrottplatz stecken könnte.

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RECKLINGHAUSEN

, 18.12.2017, 15:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Durch die Hitze wurden die Wracks vollständig zerstört.

Durch die Hitze wurden die Wracks vollständig zerstört. © dpa

Bei dem Großfeuer auf einem Schrottplatz vermutet die Polizei Brandstiftung. Einen technischen Defekt schlossen die Ermittler erstmal aus: Die Wracks waren bereits ausgeschlachtet.

„Ob das Feuer vorsätzlich gelegt wurde oder fahrlässig entstand, kann noch nicht endgültig gesagt werden. Einen technischen Defekt schließen wir derzeit aber aus“, erklärte eine Ermittlerin am Montag auf Anfrage.

Verschrottete und gepresste Autowracks

Am Freitag waren auf dem Gelände Hunderte verschrottete und zum Teil gepresste Autowracks in Flammen aufgegangen, die bis zu 15 Meter hoch schlugen. Die Autos seien bereits komplett ausgeschlachtet gewesen. Man vermute Brandstiftung. Augenzeugen gebe es nicht.

Die Löscharbeiten gestalteten sich am Wochenende extrem aufwendig und dauerten fast rund um die Uhr, da durch die glühenden Bleche immer wieder Nachfeuer aufflackerten, wie Einsätzkräfte berichteten. Anschließend begannen die Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät.

Fahrzeuge verschmolzen durch Hitze miteinander

Die Polizei nannte nach den Ermittlungen auf der inzwischen abgekühlten Fläche abschließend eine Zahl von 600 bis 700 verbrannten Autos. Zuvor hatten die Schätzungen zwischen 300 und 1000 Stück gelegen. Die Fahrzeuge seien aber durch die enorme Hitze des Brandes miteinander verschmolzen worden.

Die Schadenshöhe liege bei etwa 100 000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt. Ermittler wollen am Montag klären, wie es zu dem Großfeuer auf einem Schrottplatz in Recklinghausen am Wochenende kommen konnte. Experten sollten den Unglücksort begutachten, erklärte die Polizei am Morgen. Nach ersten Erkenntnissen beläuft sich der Schaden auf etwa 100 000 Euro. Menschen waren bei dem Feuer nicht verletzt worden.