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Verwaltungsgericht

Postbote klagt gegen Geldbuße wegen Spaßplakat

MÜNSTER Dicke Luft bei der Postniederlassung Münster: Der 44-jähriger Briefzusteller Michael Smets soll eine 200-Euro-Geldbuße zahlen, weil er seine Kollegen zur Arbeitsverweigerung angestachelt haben soll. Der Beamte hält dies jedoch für einen schlechten Witz - und zog am Freitag vor das Verwaltungsgericht.

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Postbote klagt gegen Geldbuße wegen Spaßplakat

Spaßplakat mit Folgen: Diesen Spruch hängte Michael Smets an seinem Arbeitsplatz auf - und fing sich promt eine Geldbuße über 200 Euro ein. Gegen die klagt er jetzt.

„Auflösen und Abbrechen – mach es zu Deinem Projekt.“ Diesen Spruch hatte die Freundin des 44-Jährigen im Sommer 2009 auf einem selbst gebastelten Plakat verewigt. Der Beamte nahm die Pappe am nächsten Morgen mit und klebte sie direkt neben seinem Arbeitsplatz in der Brief-Sortierstelle an eine Tür. „Ich wollte auf der Arbeit was zu lachen haben“, sagte er am Freitag.

Inzwischen ist dem Briefzusteller aber eher zum Heulen zumute. Nicht nur, dass einer seiner Vorgesetzten das Plakat wenige Tage nach dem Aufhängen entdeckte und erbost von der Wand riss. Nein, die Niederlassungsleiterin brummte dem Beamten auch noch besagte Geldbuße von 200 Euro auf. Mit dem Spruch habe der Beamte seine Kollegen aufgefordert, ihre Arbeitszeit abzubrechen, heißt es in dem Beschluss. Der 44-Jährige selbst kann das nicht nachvollziehen: „Nach einer bestimmten Anzahl von Stunden und Überstunden können, dürfen und müssen wir unsere Arbeit sogar abbrechen. Das ist in der Betriebsvereinbarung klar geregelt.“

Außerdem sei das Plakat doch ganz allein für ihn selbst gedacht gewesen. „Sie glauben doch nicht im Ernst, dass meine Kollegen ihr Verhalten ändern, nur, weil ich mir was an die Tür hänge.“ Wie das Gericht entscheidet, wird sich in den nächsten zwei Wochen entscheiden. Bisher hieß es nur: „Das ist ein Fall, der auf der Kippe steht.“

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