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Pro Jahr 2000 Behinderte mehr in NRW

DÜSSELDORF NRW muss sich in den kommenden Jahren darauf einstellen, rund 2000 Behinderte pro Jahr mehr betreuen zu müssen. Diese Zahl nannten in Düsseldorf die Direktoren der zuständigen Landschaftsverbände Udo Molsberger (Rheinland) und Wolfgang Kirsch (Westfalen-Lippe).

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Pro Jahr 2000 Behinderte mehr in NRW

Legte neue Zahlen vor: LWL-Chef Wolfgang Kirsch.

Dafür gebe es drei Gründe:  Behinderte würden erstmals nach der Auslöschung einer ganzen Generation in der NS-Zeit im Durchschnitt so alt wie Nichtbehinderte. Immer mehr gerettete Frühgeburten würden später mit Behinderungen aufwachsen. Der Anteil der psychisch Kranken, die durch Arbeitsplatzverlust oder Scheidung aus der Bahn geworfen werde, nehme ständig zu.

Für die Eingliederungshilfen der derzeit 66.000 Behinderten in NRW werden rund 1,8 Milliarden Euro aufgebracht. Da ein Wohnheimplatz täglich rund 100 Euro kostet, die ambulante Betreuung aber nur 60 bis 70 Euro, sei es auch aus Kostengründen sinnvoll, auf das Prinzip „ambulant vor stationär“ zu setzen, betonten Molsberger und Kirsch. Bereits bis 2010 sollen rund 3500 Menschen mehr in der eigenen Wohnung leben. Das bedeute eine jährliche Kostenersparnis von rund 50 Millionen Euro. Damit einhergehen müsse allerdings der weitere Abbau von Heimplätzen.

Bereits im ersten Halbjahr hatte Sozialminister Karl-Josef Laumann für 2008 ein neues Landesheimgesetz angekündigt, in dem er einen weiteren Ausbau der Betreuungsangebote regeln will. Nach seinen Vorstellungen sollen ambulante Dienste in größeren Wohnquartieren eine ähnliche Versorgungssicherheit garantieren wie in Wohnheimen.

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