Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Prognose: Terminal in zehn Jahren ausgelastet

GREVEN Kleinere deutsche Flughäfen haben ein Problem: Wachstum gibt´s nur mit Billig-Fliegern. Die sind am Flughafen Münster Osnabrück (FMO) rar. Dennoch sehen die Prognosen gut aus, glaubt Verkehrswissenschaftler Dr. Robert Malina.

„Der FMO hat ein sehr geringes Wachstum, weil die stark wachsenden Billigflieger dort nicht vertreten sind“, sagt Malina. Er ist Geschäftsführer des Instituts für Verkehrswissenschaft an der Universität Münster. Er sieht den Flughafen trotz nur sehr langsam steigender Passagierzahlen wirtschaftlich gut aufgestellt: „Es gibt sehr ordentliche Betriebsergebnisse. Beim Wachstum stellt sich immer die Frage, für welchen Preis man es erreicht“, sagt Malina. So habe sich in Dortmund die Gästezahl in zehn Jahren vervierfacht, der Flughafen habe aber ein jährliches Minus von 30 Millionen Euro.

Veränderte Marktbedingungen

Das FMO-Terminal für drei Millionen Passagiere kritisiert Malina nicht. „Es gibt Prognosen, nach denen ist das Terminal in 10 bis 15 Jahren ausgelastet“, sagt der Wissenschaftler. Dessen Institut hat vor Jahren aber ein Gutachten erstellt, nach dem der Platz am FMO jetzt knapp werden müsste. „Seit damals haben sich aber die Marktbedingungen extrem verändert“, erklärt Malina. Trotz der schwierigen Lage gebe es in NRW nicht zu viele Flughäfen, glaubt Malina: „In Großbritannien gibt es zahlreiche profitable Flughäfen dieser Größe.“

Anzeige
Anzeige