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Punkpop für den Baggersee: Ash verbreiten gute Laune

Berlin. Groß verändert haben sich Ash im Laufe von gut 20 Bandjahren nicht - dafür ist ihr Gitarrenrock-Sound bis heute erstaunlich frisch geblieben. Auch auf dem neuen Album gibt es herrlich melodische Punkpop-Hymnen für den Baggersee.

Punkpop für den Baggersee: Ash verbreiten gute Laune

Noch immer schwungvoll: Mark Hamilton (l-r), Tim Wheeler und Rick McMurray. Foto: Alex John Beck/Pias Recordings

Sie klingen noch so jugendlich und überschwänglich wie vor gut 20 Jahren, als sie mit dem Debüt „1977“ zum nordirischen Ableger der Britpop-Welle wurden. Ash sind mit ihrem punk-infizierten, melodischen Gitarrenrock gut gealtert, obwohl die drei Mitglieder nun auch schon die 40 überschritten haben.

Andererseits hielt sich die Weiterentwicklung in Grenzen - abgesehen von kurzen Ausflügen ins härtere Fach sind Tim Wheeler (Gesang, Gitarre), Mark Hamilton (Bass) und Rick McMurray (Schlagzeug) ihrem Stil treu geblieben. Das ändert sich auch auf „Islands“ nicht, dem siebten Ash-Album, mit dem das Trio nach 17 Jahren zu Infectious Music zurückgekehrt ist.

Für dieses Label verbuchte die Band mit „1977“ (1996) und „Free All Angels“ (2001) zwei Nummer-eins-Alben in Großbritannien. „Buzzkill“, die erste Single aus „Islands“, könnte nun direkt aus diesen Sessions stammen - und ist wie gemacht für einen perfekten Sommertag.

Auch die anderen elf neuen Lieder weichen kaum vom bewährten Muster ab. Macht aber gar nichts - Ash haben sich längst mit ihren treuen Fans in einer behaglichen Nische eingerichtet, und da werden gut gelaunte Popsongs wie „True Story“, „Confessions In The Pool“, „Silver Suit“ oder „It's A Trap“ mit ihren Anleihen bei Beatles, Beach Boys, Undertones und Buzzcocks gern goutiert.

Mit „Incoming Waves“ beweisen Wheeler und seine beiden Jugendfreunde zum Schluss noch einmal, wie gut sie auch die große Power-Ballade beherrschen. So kann man sein Britpop-Erbe verwalten. Ash haben sich im Laufe von rund 25 Jahren nicht nach der Decke gestreckt wie Blur, Pulp oder Radiohead, sie sind aber auch nicht abgestürzt wie Oasis oder The Verve. Bescheidene, schöne Alben wie „Islands“ sind da kein schlechter Mittelweg.

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