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RB-Trainersuche unter erschwerten Bedingungen

Leipzig. Ralf Rangnick ist gefordert. Der starke Mann bei RB Leipzig braucht einen neuen Trainer. Die Verhandlungsposition ist nicht besser geworden. Auf den noch unbekannten Coach in spe warten gehörige Herausforderungen. Denn Leipzig muss in die Europa-League-Quali.

RB-Trainersuche unter erschwerten Bedingungen

Muss einen RB-Trainer finden: Ralf Rangnick. Foto: Peter Endig

Ein neuer Trainer ist bei RB Leipzig immer noch nicht in Sicht, für den unangenehmen Pflichtspielfrühstart soll der Vorbereitungsplan aber schon Ende dieser Woche stehen. Vor allen anderen Fußball-Bundesligisten sind die Leipziger gefordert.

Nach dem Abrutschen in die Qualifikation für die Europa League muss RB drei zusätzlichen Runden mit jeweils zwei Spielen bis zum Einzug in die Gruppenphase überstehen - eine Herausforderung gleich zu Beginn für denjenigen, der den Posten von Ralph Hasenhüttl übernimmt.

TRAINERFRAGE PLANUNGSUNSICHERHEIT

Ralf Rangnick will es nicht machen, das soll er einem Bericht der „Leipziger Volkszeitung“ zufolge „intern unzweideutig kommuniziert“ haben. Der Druck auf den RB-Projekthüter ist ohnehin groß. Die Fans lasten vor allem dem Sportdirektor das Ende der Zusammenarbeit mit Hasenhüttl an. Der Verein wollte dem 50 Jahre alten Österreicher keine Vertragsverlängerung anbieten, der bat daraufhin um die Auflösung des bis Ende Juni 2019 gültigen Kontrakts. Unterkühlt wirkten seit Wochen schon die Aussagen der Hauptbeteiligten, vor allem aber vonseiten der Vereinsführung.

Die noch immer nahe liegendste und logischste Lösung im Red-Bull-Imperium hieße Marco Rose. 41 Jahre alt, geboren in Leipzig, seine langjährige Freundin wohnt mit der gemeinsamen Tochter in der sächsischen Messestadt. Rose führte Salzburg mit dem typischen RB-Spielstil binnen eines Jahres zu den zwei größten internationalen Erfolgen: Im April 2017 gewann er mit der U19 die European Youth League, nach dem Aufstieg zum Coach der Profis schaffte es Salzburg in der Europa League bis ins Halbfinale - und damit eine Runde weiter als RB Leipzig. Ein Wechsel wird dennoch weithin als unwahrscheinlich angesehen. Wenn doch, wäre Rose aber auch nicht der erste, der den Weg von Red Bull Salzburg zu RB Leipzig findet.

DREIFACHBELASTUNG DIREKT ZU SAISONBEGINN

Wer auch immer es wird, er steht direkt vor einer großen Herausforderung. Schon am 26. Juli beginnt für RB schon die Pflichtspielsaison durch den Einstieg in die 2. Qualifikationsrunde für die Europa League, nachdem sich Eintracht Frankfurt durch den DFB-Pokalsieg den Direkteinzug sicherte. Übersteht Leipzig die Runden bis zur Gruppenphase, muss die Mannschaft schon im August die ersten Englischen Wochen bestreiten. Hinzu kommt, dass in Timo Werner, Yussuf Poulsen und Emil Forsberg wichtige Führungsspieler im WM-Einsatz sind und auch mal eine bisschen Pause brauchen dürften.

SPIELERMARKT UND STADIONUMBAU

Alles ist bei RB Leipzig letztlich auf die dauerhafte Teilnahme an der Champions League ausgerichtet. Das Stadion, das mittlerweile im Besitz von RB Leipzig ist, soll umgebaut werden. Medieninformationen zufolge für 35 Millionen Euro. Mehr Plätze, mehr Komfort. Allerdings waren nicht mal die Heimspiele in der Europa League im ersten Halbjahr ansatzweise ausverkauft. Auch bei den Verhandlungen mit neuen Spielern dürfte die aktuelle sportliche Situation nicht besonders vorteilhaft sein. Die Lockmittel sind geringer geworden als noch vor einem Jahr, als RB Vizemeister geworden war. Schwerer dürfte es auch werden Topspieler zu halten, sollte sich nicht rasch wieder der Erfolg einstellen.

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