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Feuerwehr übt Ernstfall im LKW

RAESFELD Wenn es brennt, ist keine Zeit, eine Betriebsanleitung für die Brandmeldeanlage zu lesen. Dann muss jeder Handgriff bei den Feuerwehrmännern sitzen. Genau das lernen Gruppen- und Zugführer derzeit in Raesfeld.

von Von Berthold Fehmer

, 07.01.2008

Das beste Feuer ist das, das gar nicht erst entsteht. Aus diesem Grund wurde in den letzten Jahren viel für den Brandschutz getan. Gerade in größeren Einrichtungen wie großen Betrieben sind die Brandmeldeanlagen ziemlich kompliziert geworden. Im Ernstfall sollte daher ein Gruppen- oder Zugführer der Feuerwehr genau wissen, warum welches Lämpchen gerade blinkt, damit schnell eingeschritten werden kann.

Schulung im LKW

Genau das üben in diesen Tagen Führungskräfte der Feuerwehren aus dem Kreis Borken, Dorsten und Wesel in einer mobilen Schulungsanlage. Die Anlage hat das Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen in einen großen Lkw mit Sattelauflieger eingebaut. Hier finden sich die modernsten Geräte der Brandmeldetechnik und Anlagen des vorbeugenden Brandschutzes. Etwa selbstschließende Türen oder Papierkörbe, die unterschiedlichsten Formen von Sprinklern oder Löschanlagen und vieles mehr.

Brandmeldeanlage verstehen

Bernd Rohr ist der Mann, der sich hier bestens auskennt. Er leitet das Dezernat 13 (Vorbeugender Brandschutz) und ist einer von drei Seminarleitern, die die Führungskräfte theoretisch und praktisch fit machen. Wenn ein Alarm ausgelöst wird, geht es für die Feuerwehr darum, sich schnell Zugang zu dem Gebäude zu verschaffen: Bei größeren Objekten gibt es dafür Feuerwehrschlüsseldepots. Von hier geht es weiter zur Brandmeldeanlage, die Aufschluss darüber gibt, wo der Alarm genau losgegangen ist. Von hier schickt der Gruppen- oder Zugführer seinen Angriffstrupp los, der das Feuer in den Griff bekommen muss.

Handgriffe üben

„Ich kenne gestandene Gruppenführer, die sich beim Bedienen dieser Anlage die Füße abzittern“, erzählt Bernd Rohr. Genau diese Scheu soll den Männern genommen werden, indem sie die Handgriffe immer wieder ausprobieren können. Ohne dass in der Leitstelle andauernd der Alarm losgeht.

Hoher Standard

„Wir haben in Deutschland einen hohen Standard“, sagt Bernd Rohr. Er würde sich noch fluoreszierende Aufkleber auf dem Boden wünschen, die zum Notausgang weisen. Oder Brandschutztüren, die auch von Blinden ertastet werden können. Das Problem: All das kostet Geld. Das im Ernstfall aber gut angelegt ist.

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