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Rainer Kauczor bezwingt den "Mount Everest"

Radebeuler Treppenmarathon

WULFEN Ein wenig verrückt muss man für dieses Abenteuer schon sein: Rainer Kauczor von den "Pseudoläufern" aus Wulfen hat bereits zum zweiten Mal beim Radebeuler "Mount Everest Treppenmarathon" teilgenommen.

28.04.2010
Rainer Kauczor bezwingt den "Mount Everest"

Erschöpft, aber glücklich: Rainer Kauczor nach dem Rennen am Gipfelkreuz.

 

Für diesen Wettkampf sind maximal 60 Teilnehmer zugelassen. Schon einmal war Rainer Kauczor in Radebeul am Start, schaffte aber nur 83 von 100 Runden. Um sich jedoch auf dem symbolischen Gipfelkreuz eintragen zu können, müssen sämtliche 100 Runden absolviert werden. Der Wettkampf geht über 24 Stunden und jeder Läufer muss 100 Mal 397 Stufen herauf und wieder herab laufen. 397 Stufen entsprechen ungefähr 30 Etagen in einem Haus. Insgesamt mussten 8848 Höhenmeter absolviert werden, was 84,4 Kilometern und 79 400 Stufen entspricht.

"Das ist ungefähr so, als wenn man von Dorsten nach Köln, dann 79 Mal den Kölner Dom rauf und runter läuft und wieder zurück läuft", sagt Kauczor. Betreut wurde er von seinem Sohn Robin, dessen Freundin Madeleine und ihrem Vater Berni.

Bereits nach zehn Runden spürte der Wulfener Läufer seine Beine. "Nach rund vier Stunden haben ich mich bereits gefragt, was ich hier überhaupt mache", so Rainer Kauczor. Die erste Massage war nach 27 Runden fällig.

Während Kauczor wie in einer Batterie-Werbung immer weiter lief, verabschiedeten sich seine Begleiter ins Hotel. Nachtruhe war angesagt. Am Sonntagmorgen um 1 Uhr musste sich Kauczor erneut einer Massage unterziehen. "Ich lag auf der Liege und wollte am liebsten gar nicht mehr aufstehen. Doch mein Coach Berni hat mich nochmal intensiv angestachelt", resümiert Kauczor.

Mit unbändigem Willen und motivierender Musik auf den Ohren machte sich Kauczor zurück auf die Strecke. Um 15.42 Uhr hatte es der Klein-Rekener nach 23 Stunden und 42 Minuten geschafft. Und nicht nur Rainer Kauczor freute sich am Ende über das Erreichte.

Auch der ambulante Kinder-Hospizdienst in Recklinghausen durfte jubeln. Insgesamt 16 488 Euro sammelte Rainer Kauczor mit Hilfe von Sponsoren im vergangenen Jahr für den guten Zweck ein.