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Ralf Kapuschenski: Bei der Arbeit in Blau-Weiß

LÜNEN Bei der Stadt Lünen bringt der Selmer Ralf Kapuschenski mit seiner Kleidung häufig Farbe ins Spiel. Denn der glühende Anhänger des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 läuft oft in seinen Vereinsfarben bei der Arbeit auf. Er hat uns seine Leidenschaft erklärt.

von Von Marco Winkler und Stefan Bunse

, 31.10.2007
Ralf Kapuschenski: Bei der Arbeit in Blau-Weiß

In der VIP-Lounge hielt Ralf Kapuschenski (l.) einen Plausch mit Ex-Nationaltorhüter Toni Schumacher.

Manchmal sind auf den T-Shirts des Pflege- und Objektleiters beim Grünflächenamt das Logo der Knappen oder ein Spruch zu sehen.

In der vergangenen Woche erfüllte sich Kapuschenski einen Wunsch: Durch ein Gewinnspiel des Fußballmagazins "RevierSport" durfte er seine Königsblauen in die Metropole London zum Champions-League-Spiel beim FC Chelsea begleiten.

50 gute Gründe hatte der Familienvater aufgeführt, um mitzufahren. Das verlangte die Aufgabenstellung.

Einmal, beim UEFA-Cup-Endspiel in Mailand 1997, wäre es fast schon soweit gewesen mit der lang ersehnten weiten Reise des "gemütlichen Familienmenschen". Doch dann brannte der Vereinskassierer seines Fanclubs Selmer Knappen mit der bereits eingesammelten Kohle durch. "Der saß in Italien mit meinem Geld im Stadion und ich zu Hause vor dem Fernseher", erinnert sich Kapuschenski. Weil sich sein Traum jetzt doch erfüllte, kann er heute darüber lachen.

Ein Plausch mit Toni Schumacher

14 Jahre war er auch im Vorstand des Selmer Fanclubs tätig. Mehrfach schnitten die Jungs beim Masters unter den Schalker Fanclubs gut ab.

In London angekommen, leuchteten seine Augen vor Glück: "Dafür werde ich euch bis an mein Lebensende dankbar sein. Unglaublich schön. Auch die Doppeldecker kannte ich bisher nur aus den Englischbüchern in der Schule", erinnert er sich.

Schließlich reihte er sich in eine Gruppe Schalker ein und sang: "Kniet nieder, ihr Bauern, Schalke ist zu Gast." Klingt irgendwie lustig, von einem Mann aus dem Kreis Unna in London. Kapuschenski ist zwar zu gefühlten 200 Prozent Schalke-Fan, aber auch Realist: "Wir haben verdient verloren", erkannte er das 2:0 für Chelsea an.

Da er die Partie in der VIP-Lounge verfolgen durfte, bot sich ihm vor dem Spiel die Möglichkeit zu einem Plausch mit Ex-Nationaltorhüter Toni Schumacher. "Der war ganz locker und ich habe mit ihm gescherzt, ob er den Neuer trainiere, weil er in Rostock patzte", erzählt Kapuschenski und freute sich: "Als Neuer dann das 0:1 verschuldete, hat Schumacher zu mir rüber geguckt und gegrinst."

"Bayern ist einfach zu gut"

Kapuschenski, der am Mittwoch (31. Oktober) seinen 43. Geburtstag feiert, erkennt auch an, dass es wohl zum Jubiläum "50 Jahre ohne Schalker Meisterschaft" kommt. "Bayern ist einfach zu gut."

Seine Brüder "infizierten" ihn früh mit dem S04-Virus. Mit 14 Jahren besuchte er erstmals das Parkstadion. Sein Bruder Albert, genannt "Abatz", nahm ihn gegen den MSV Duisburg mit. Trotz der 0:1-Niederlage hatte Kapuschenski seinen Klub gefunden. Seine Frau Margret kommt im Übrigen bei soviel Enthusiasmus für Schalke nicht zu kurz. "Sie ist auch Schalke-Fan. Sie kommt zwar nicht immer mit, begeistert ist sie dennoch."

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