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Regierung will Killerspiele für Jugendliche verbieten

BERLIN Die Bundesregierung will Jugendliche besser vor Gewalt in Filmen, Computer- und Videospielen schützen. Das geht aus einem Entwurf des Bundesfamilienministeriums zur Änderung des Jugendschutzgesetzes hervor, der unserer Berliner Redaktion vorliegt

Regierung will Killerspiele für Jugendliche verbieten

Bald für Jugendliche tabu: Killerspiele wie "Counter Strike".

Der Entwurf soll nach Angaben aus Koalitionskreisen in der kommenden Woche vom Bundeskabinett beschlossen werden. Unter anderem solle der Verbotskatalog für schwer jugendgefährdende Trägermedien, die kraft Gesetz indiziert seien, erweitert werden, heißt es in dem Entwurf.

Bestimmte Medien sollten auch ohne Indizierung durch die zuständige Bundesprüfstelle "mit weit reichenden Abgabe-, Vertriebs- und Werbeverboten belegt" werden - und zwar dann, wenn sie "besonders realistische, grausame und reißerische Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen beinhalten, die das mediale Geschehen selbstzweckhaft beherrschen".

Präzisierung geplant

Zudem ist eine Präzisierung der Indizierungskriterien für die Bundesprüfstelle vorgesehen. Indiziert werden sollen Medien, "in denen entweder Gewalthandlungen wie Mord- und Metzelszenen selbstzweckhaft und detailliert dargestellt werden oder Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel zur Durchsetzung der vermeintlichen Gerechtigkeit nahe gelegt wird".

Gesetzlich festgeschrieben werden dem Entwurf zufolge auch Mindestgröße und Sichtbarkeit der Alterskennzeichen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), damit "sie dem Verkaufspersonal und auch den Eltern ins Auge springen". In dem Entwurf wird auf den Amoklauf eines Schülers in Emsdetten im November 2006 verwiesen. Danach habe sich Änderungsbedarf "in einigen entscheidenden Punkten im Jugendschutzgesetz" gezeigt, heißt es.      

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