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Reul warnt vor Einfluss von salafistischen Müttern

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat vor dem Einfluss Dutzender Frauen aus der Salafistenszene in NRW gewarnt. Frauen spielten bei der Verbreitung extremistischer Propaganda eine wichtige Rolle, sagte Reul am Freitagmorgen im Hörfunksender WDR5. Es gebe derzeit etwa 40 „netzwerkende Frauen“ in NRW, sagte der Innenminister vor einer Landtagsdebatte über Strategien gegen Salafisten. „Frauen und Kinder stellen eine neue Herausforderung dar.“

Düsseldorf

15.06.2018
Reul warnt vor Einfluss von salafistischen Müttern

Der Nordrhein-Westfälische Landtag in Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Nach Angaben der Regierungsfraktionen leben derzeit etwa 3000 von bundesweit etwa 11 000 Salafisten in NRW. Frauen seien engagiert vor allem bei der Gefangenenhilfe, beim Sammeln von Spenden und als „Ideologieproduzentinnen und -weitergeber“, sagte Reul.

Frauen stellten inzwischen einen Anteil von zwölf Prozent der Salafistenszene, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von CDU und FDP an das Parlament in Düsseldorf. Die Mütter verankerten ihre menschenverachtende Doktrin in den Köpfen ihrer Kinder und radikalisierten sie, warnen die Koalitionsfraktionen in ihrem Papier.

Nötig sei eine Gesamtstrategie zur Deradikalisierung. Die Regierungsfraktionen fordern unter anderem Fortbildung und Orientierungshilfen für Jugendämter, um Gefahren für Kinder in salafistischen Extremistenfamilien zu erkennen. Auch Schulen, Ordnungsämter und Sozialarbeiter müssten sensibilisiert werden.