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Reus-Show: Gladbach siegt 2:1 in Berlin

Berlin (dpa) Eine weitere Reus-Show hat Gladbach-Trainer Lucien Favre eine triumphale Rückkehr zu seinem ehemaligen Club Hertha BSC beschert.

Reus-Show: Gladbach siegt 2:1 in Berlin

Gladbachs Marco Reus (l) lässt sich von Maik Franz (M) nicht aufhalten und trifft zum 1:1 gegen Hertha-Keeper Thomas Kraft. Foto: Maurizio Gambarini

Mit seinen Saisontoren Nummer sechs und sieben sorgte ein erneut überragender Marco Reus am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga für den 2:1 (1:1)-Sieg von Borussia Mönchengladbach in Berlin. Vor dem Doppelpack des Jung-Nationalspielers (33./55. Minute) hatte Adrian Ramos die Gastgeber vor 60 556 Zuschauern im Olympiastadion in Führung gebracht (18.). Favres starke Borussen rücken mit 23 Punkte auf Platz vier vor. Hertha ist mit 16 Zählern weiter Tabellen-Zehnter.

Nach einer Viertelstunde tobte ein verärgerter Favre noch vor der Gladbacher Bank, da sein Team die von ihm verordnete Ordnung nicht einhielt. Im September 2009 war Favre als Hertha-Coach beurlaubt worden. Obwohl sein Abgang damals auch mit einer Menge schmutziger Wäsche verbunden war, fühlte der Schweizer keinen Groll: «Jetzt bin ich Gladbach-Trainer. Es freut mich, hier zu spielen. Und ich bin sehr freundlich empfangen worden.»

«Mehrere taktische Systeme» hatte Favre in der Woche vor dem «besonderen Spiel» bei seinem Ex-Arbeitgeber trainieren lassen: «Wir müssen bereit sein, auf Überraschungen der Berliner reagieren zu können.» Zunächst aber reagierte Hertha auf gleich mehrere Unkonzentriertheiten in der Borussen-Abwehr. Raffael, den Favre einst aus Zürich nach Berlin geholt hatte, eroberte den Ball und steckte ihn geschickt auf Ramos durch. Und der Kolumbianer tunnelte Gladbachs jungen Keeper Marc-André ter Stegen zu seinem zweiten Saisontor.

Jetzt konnten die Gastgeber ihre geliebte Auswärts-Konter-Taktik auch im eigenen Stadion anwenden. Vor allem der schnelle Australier Nikita Rukavytsya brachte Favres rechte Abwehrseite mehrmals in Verlegenheit. Allerdings fehlte den Zuspielen auf Mittelstürmer Pierre-Michel Lasogga wie auch anderen Berliner Offensiv-Versuchen dann die nötige Genauigkeit. Beide Teams operierten kompakt, ließen kaum Torgelegenheiten zu, schalteten aber auch schnell um.

Beim bisherigen Saison-Überraschungsteam Gladbach setzte einmal mehr Jung-Nationalspieler Reus die Akzente. Beim jüngsten 2:1-Heimsieg gegen Hannover hatte er beide Borussen-Tore erzielt, in Berlin machte der 22-Jährige munter weiter. Nachdem er schon einige Male Gefahr angedeutet hatte, narrte Reus nach schönem Zuspiel von Patrick Hermann Hertha-Verteidiger Maik Franz und schob ins lange Eck zum Ausgleich ein. Franz revanchierte sich kurz danach mit einer Grätsche, die den Ball, aber auch Reus' Knöchel traf.

Doch auch von Härte ließ sich Gladbachs Juwel nicht aufhalten. Scheiterte Juan Arango noch am super reagierenden Thomas Kraft, so war der Hertha-Torwart gegen den Nachschuss-Knaller von Reus machtlos. Für den Borussen-Profi war es schon das siebente Saisontor. Hertha wehrte sich: Raffael traf mit einem 16-Meter-Schuss die Latte (72.), nachdem Roman Neustädter den dritten Gäste-Treffer auf dem Fuß hatte. Auch die von Hertha-Coach Markus Babbel wieder begnadigten Patrick Ebert und Änis Ben-Hatira konnten nichts mehr bewirken.

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