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Romney siegt bei US-Vorwahl in Michigan

Washington (dpa) Nach dem überraschend klaren Sieg von Ex-Gouverneur Mitt Romney (60) bei der US-Vorwahl in Michigan ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner nach wie vor völlig offen.

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Wahlkämpfer Romney

Stimmabgabe in Michigan

Früh übt sich

Mike Huckabee

Mitt Romney

John McCain

Nach dem überraschend klaren Sieg von Ex-Gouverneur Mitt Romney (60) bei der US-Vorwahl in Michigan ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner nach wie vor völlig offen.

Neben Romney, der in Michigan 39 Prozent der Wählerstimmen erhielt, gehen auch Senator John McCain (71) als Zweiter der Abstimmung vom Dienstag und der religiös orientierte Mike Huckabee (52), der auf dem dritten Platz landete, mit Chancen in die weiteren Abstimmungen. Bereits am Samstag stehen neue Tests bevor: Außer in Nevada wird dann auch in South Carolina, dem ersten Südstaat, abgestimmt. «Es gibt noch immer keinen klaren Favoriten bei den Republikanern», meinte ein TV-Kommentator am Mittwoch.

«Dieser Abend markiert den Beginn eines Comebacks - eines Comebacks für Amerika», rief der siegreiche Romney seinen Anhängern am Dienstagabend (Ortszeit) in Detroit zu. Er werde die Präsidentenwahl im November gewinnen und Amerika aus der wirtschaftlichen Krise führen. Nach dem enttäuschenden Abschneiden Romneys bei den bisherigen Abstimmungen in Iowa und New Hampshire galt der Sieg in Michigan als Voraussetzung für den früheren Gouverneur von Massachusetts, um weiter im Rennen zu bleiben.

Kommentatoren betonten am Mittwoch allerdings, für den aus Detroit stammenden Romney sei die Abstimmung in Michigan ein «Heimspiel» gewesen. Außerdem sei sein Vater dort lange Zeit ein überaus populärer Gouverneur gewesen. Dies habe ihm entscheidende Stimmen in dem Mittelwest-Staat beschert. Andere Kommentatoren wenden ein, falls Romney für die Präsidentenwahl am 4. November nominiert werden sollte, könnte seine Religion zum Nachteil werden: Romney ist Mormone; bisher war in der Geschichte der USA noch niemals ein Mormone Präsident.  

McCain, der vor einer Woche in New Hampshire gewonnen hatte, kam in Michigan auf 30 Prozent. «Ich respektiere die Entscheidung», sagte McCain. Er machte aber unmissverständlich klar, dass er seine Kandidatur aufrechterhalte. Ähnlich äußerte sich auch Huckabee, der lediglich 16 Prozent erhielt. Huckabee hatte die erste Abstimmung in Iowa für sich entschieden. Der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani kam weit abgeschlagen auf lediglich drei Prozent.

Die Demokraten hatten den Wahlkampf in Michigan boykottiert, weil der Bundesstaat seinen Wahltermin entgegen Absprachen mit den Parteien vorverlegt hatte. Michigan werde daher bei der abschließenden Kandidatenkür beim Wahlparteitag der Demokraten im Sommer nicht abstimmen dürfen, heißt es. Allerdings hatte Senatorin Hillary Clinton - zum Ärger ihrer Rivalen Barack Obama und John Ewdards - ihre Kandidatur nicht rechtzeitig zurückgezogen, so dass ihr Name auf den Wahlzetteln stand. Sie erhielt 55 Prozent der Stimmen. «Es handelt sich um einen reinen Schönheitswettbewerb ohne praktische Bedeutung», meinten Kommentatoren.

Als entscheidender Termin der Vorwahlen gilt der «Mega-Dienstag» am 5. Februar, wenn in 22 Bundesstaaten gewählt wird. Offiziell werden die Kandidaten allerdings erst auf den Parteitagen beider Parteien Ende August/Anfang September gekürt.  

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