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Russische Übermacht

08.10.2007

Dorsten Hochklassiges Jugend-Tennis sahen die zahlreichen Zuschauer in der vergangenen Woche im Olymp-Sportpark. Beim Wilson-Future-Challenge-Cup und den Topspin-Open ging es neben wichtigen Ranglistenpunkten auch um Preisgelder in Höhe von 1000 Euro.

Turnier-Organisator Martin Göritz hatte alle Hände voll zu tun, um die vielen verschiedenen Konkurrenzen an fünf Tagen unter einen Hut zu bekommen. Sein Hauptaugenmerk galt dabei natürlich seinen Schützlingen, die er mit intensiven Trainingseinheiten auf dieses international besetzte Turnier vorbereitet hatte.

Punkte für Al-Cheabi

Und seine Mühe zahlte sich aus: In der U12-Konkurrenz konnte sich Joana Al-Cheabi in den Gruppenspielen den zweiten Platz sichern und errang damit zum ersten Mal in ihrer noch jungen Tenniskarriere Punkte für die deutsche Rangliste. Auch Sonja Hessefort, die eigentlich noch in der U12-Klasse hätte antreten können, zeigte starke Leistungen. Die Deutenerin musste sich erst im Halbfinale der späteren Siegerin geschlagen geben und errang am Ende Rang vier.

In der Klasse U16 spielte sich Anna-Maria Levers, Nr. 1 der deutschen U12-Rangliste, bis ins Halbfinale vor. Hier scheiterte Göritz' Top-Talent an der Russin Aleksandra Romanova, die mit ihren gerade einmal 14 Jahren bereits internationale Turniere auf der WTA-Tour der Damen bestreitet.

Grund zur Freude hatten die heimischen Tennisfans auch bei den U21-Konkurrenzen der Damen und Herren. DTC-Youngster Kim Möllers, Nr. 1 der Setzliste, unterlag erst in einem spannenden Finale dem ungesetzten Überraschungssieger Carlo Bückmann vom TC Wolbeck.

Catrin Levers, ebenfalls top gesetzt, konnte ihrer Favoritenrolle dagegen nicht gerecht werden. Die junge Vredenerin in Diensten des Dorstener TC unterlag bereits in der zweiten Runde Virginia Stein aus Essen. Doch dass der Familienzusammenhalt im Hause Levers funktioniert, bewies die kleine Schwester Anna-Maria, die schon bald zu den ganz Großen im deutschen Tenniszirkus gehören könnte. Im Halbfinale stellte Anna-Maria durch einen klaren Sieg die Familienehre wieder her und erreichte sensationell das Finale. Hier wartete erneut Romanova, die Levers auch im zweiten Aufeinandertreffen keine Chance ließ und damit mit zwei Titeln im Gepäck den Weg zum mit 25.000 Dollar dotierten WTA-Turnier in Moskau antrat.

Ungleiche Duelle

"Gegen die Konkurrenz aus Russland haben wir wenig Chancen. Während Anna-Maria und Co. jeden Tag die Schule besuchen, schlagen die Russen mit zwölf Jahren den Profi-Weg ein. Nicht umsonst dominieren Scharapova und Co. das Welttennis", erklärt Göritz die Übermacht der Spielerinnen und Spieler aus dem Osten. Aber trotz der Chancen-Ungleichheit war der Dorstener Coach mit dem Turnier hoch zufrieden. "Wir haben unglaublich starke Spiele gesehen." jhj

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