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Rydzek schreibt Gesamtweltcup ab - Rießle Zweiter in Oslo

Oslo. Im Gesamtweltcup müssen die deutschen Nordischen Kombinierer in diesem Jahr wohl dem Japaner Watabe den Vortritt lassen. Zumindest im Nationencup soll es im Duell mit Norwegen aber für den Sieg reichen.

Rydzek schreibt Gesamtweltcup ab - Rießle Zweiter in Oslo

Liegt in Oslo in Schlagweite zum Podium: Kombinierer Manuel Faißt. Foto: Patrick Seeger

Johannes Rydzek hat den Sieg im Gesamtweltcup schon abgeschrieben, auch für Fabian Rießle geht es wohl nur noch um Platz drei - und trotzdem gehen die deutschen Nordischen Kombinierer selbstbewusst in das Saisonfinale.

„Es ist unglaublich cool, dass wir so breit aufgestellt sind. Wenn einer mal ein bisschen Pech hat oder die Leistung nicht ganz abrufen kann, ist meistens einer zur Stelle“, sagte Doppel-Olympiasieger Rydzek nach Platz acht in Oslo.

Während der Vierfach-Weltmeister aus Oberstdorf am Holmenkollen am Samstag viele Punkte auf den siegreichen Gesamtweltcup-Führenden Akito Watabe aus Japan (1050) verlor, kam Rießle durch seinen zweiten näher an die Verfolger heran. Direkt hinter Rydzek ist der Schwarzwälder nun Gesamt-Vierter.

Allerdings sind die Rückstände von Rydzek (632) und Rießle (631) bei noch sechs Rennen mit jeweils 100 Zählern für den Sieger riesig. „Der Gesamtsieg ist kein Thema mehr“, sagte Rydzek der Deutschen Presse-Agentur: „Ich genieße jetzt die Rennen. Für welchen Platz es reicht - da lasse ich mich überraschen.“ Auch der Norweger Jan Schmid (949) auf Platz zwei ist weit weg.

Rießle, der sich nach Rang acht nach dem Springen nach vorne kämpfte, will sich zumindest noch Platz drei sichern. „Das wäre richtig cool, aber der dritte Platz ist noch sehr hart umkämpft“, sagte der Team-Olympiasieger. Gemeinsam peilt das DSV-Team noch den Sieg in der Nationenwertung an. Vor den Wettkämpfen ab Dienstag in Trondheim führt Norwegen (4119) vor Vorjahressieger Deutschland (3787).

Das wollen Rydzek und Co. schnell ändern. Immerhin finden die vier letzten Wettbewerbe in der Heimat statt. Zunächst treten die Kombinierer am 17. und 18. März in Klingenthal an, eine Woche später in Schonach. Der Vorteil der Deutschen sei laut Rießle die Lockerheit, denn nach den starken Olympischen Winterspielen in Pyeongchang mit dreimal Gold, sowie je einmal Silber und Bronze habe niemand mehr „den ganz großen Stress. Der Druck ist ein bisschen abgefallen, das merkt man“.

Auch wenn es in Oslo für die erfolgsverwöhnte Mannschaft von Bundestrainer Hermann Weinbuch nicht zum Sieg reichte, schafften es auch Manuel Faißt als Sechster und Eric Frenzel auf Rang zehn unter die Top 10. „Das Rennen hat für das gesamte Team viel Selbstvertrauen gegeben“, sagte Rydzek: „Die letzten Weltcups sind noch mal echte Highlights, wir wollen den Schwung dafür mitnehmen und das genießen.“

Frenzel war in den vergangenen fünf Jahren Gesamtweltcupsieger geworden, nach einem schwierigen Winter ist er aktuell nur Achter. Trotz seines Vorsprungs von mehr als 100 Punkten ist sich aber auch Watabe seiner Sache noch nicht sicher: „Meine Akkus sind eigentlich leer, ich muss sie dringend aufladen. Die letzten Wochen werden richtig hart.“

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