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SV Schermbeck wagt den Schritt in die NRW-Liga

SCHERMBECK Die Fußballer des SV Schermbeck wagen den Schritt in die NRW-Liga. Die Pläne des Vorstandes gehen sogar über die bloße Erfüllung der Verbands-Auflagen in der Volksbank-Arena hinaus. Mittelfristige Vision ist ein neues Fußball-Zentrum „Am dicken Stein“.

11.03.2008
SV Schermbeck wagt den Schritt in die NRW-Liga

Tribünen und Gebäude der Volksbank-Arena werden noch aufwändig überarbeitet werden müssen, um die Verbands-Auflagen zu erfüllen.

Die NRW-Oberliga war verständlicherweise Hauptthema des Abends. Vorsitzender Hannes Brilo erklärte kurz, welche Bedingungen dafür von Verbandsseite vorgegeben werden.

Gewaltige Investition

Da kommen gewaltige Investitionskosten auf den Verein zu, denn die jetzige Sportanlage wird so nicht freigegeben. Für eine vorgeschriebene Tribüne mit 400 Sitzplätzen, Erweiterung der Umkleidekabinen auf jeweils 40 qm Nutzfläche, zusätzliche Toilettenanlagen und die Einzäunung von vier verschiedenen Zuschauerblöcken wird ein Betrag zwischen 100.000 und 150.000 € bei großen Eigenleistungen fällig. Brilo stellte auf einer Leinwand bereits Pläne vor, die dem Westdeutschen Fußball-Verband bis zum 17. März 2008 eingereicht werden müssen.

Zunächst soll der unebene Rasenplatz in der Sommerpause abgeschält und neu eingesäht werden. Der Volksbank-Arena wird keine Zukunft mehr gegeben und mittelfristig hat man Visionen für ein Fußball-Zentrum „Am dicken Stein“. Daher sollen einige der baulichen Anlagen in Leichtbauweise erstellt werden, um sie später wieder abbauen und im neuen Stadion zu übernehmen. Die meisten der anwesenden Mitglieder stimmten dem Vorschlag zu, sich für die NRW-Liga zu bewerben. Die Finanzierung müsste der SVS zunächst erst einmal selbst über Kredite stemmen, für die schon Bürgschaftszusagen vorliegen.

Beitragserhöhung

Einen breiten Raum nahm auch die angekündigte Beitragserhöhung in Anspruch. Der Vorstand hatte vorgeschlagen diese für Jugendspieler monatlich von 7 € auf 12 €, für Senioren von 9 € auf 14 € und für Passive von 4 € auf 5 € zu erhöhen. Wegen der drastischen Erhöhung gab es einige Protestmeldungen. Schließlich einigte man sich darauf, dass Erhöhungen in diesem Jahr jeweils um 2 € für die Aktiven angehoben werden und in den beiden kommenden Jahren jeweils um 1.50 €. Darüber soll aber immer in der Jahreshauptversammlung entschieden werden.

Die brisanten Themen sorgten wohl auch dafür, dass die Versammlung deutlich besser besucht war als in den Vorjahren. Kamen im letzten Jahr gerade einmal 17 Personen, so waren es diesmal 70.

Mit umfangreichem Zahlenmaterial wartete der 1. Kassierer Rolf Bleier auf und stellte fest, dass die Verbindlichkeiten, die durch die vielen Baumaßnahmen in der Volksbank-Arena entstanden sind, abgebaut werden konnten, wodurch auch die Zinslasten geringer wurden. Jörg Berger als einer der Kassenprüfer bescheinigte ihm eine einwandfreie Arbeit, forderte aber zeitnähere Buchungen. Das dürfte künftig auch einfacher werden, da der Hauptverein ein neues Programm angeschafft hat, das alle Abteilungen nutzen können. Der Antrag auf Entlastung wurde von der Versammlung einstimmig erteilt.

Projekt U23 gescheitert

Bei der Dikssuion der sportlichen Situation erinnerte Trainer Martin Stroetzel in seinem Bericht für die 1. Mannschaft an das erfolgreiche Jahr 2007 mit dem sofortigen Wiederaufstieg in die Oberliga.

Der Kader der Ersten soll im kommenden Jahr auf 18 Feldspieler und zwei Torwarte reduziert werden. Gespräche über Vertragsverlängerungen und auch Neuverpflichtungen laufen bereits.

Für den verhinderten Jörg Breski zog der sportliche Leiter Michael Benninghoff eine nicht so erfreuliche Bilanz für die zweite Mannschaft. Das „Projekt U23“ sieht er als gescheitert an und nun will man alle Kräfte mobilisieren, um den Abstieg aus der Bezirksliga noch zu verhindern. Damit soll den elf Spielern, die aus der A-Jugend herauskommen, eine gute Perspektive für den Verbleib beim Verein geschaffen werden.

Aufnahmestop?

Über zu geringe Trainingsmöglichkeiten für die Jugendabteilung berichtete Mike Rexforth. 19 Mannschaften sind mittlerweile im Spielbetrieb und man denkt über einen Aufnahmestopp nach.

Auf Antrag von Helmut Seyer wurde der Gesamtvorstand einstimmig entlastet. Die bewährte „Mannschaft“ wurde ebenso einstimmig wieder gewählt.