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SVS-Damen trumpfen groß auf

Handball

SCHERMBECK Zu ihrer besten Saisonleistung haben sich die Schermbecker Handballerinnen am Sonntagabend aufgeschwungen. Der hohe Sieg über die HSG Wesel hat sie dem Klassenerhalt schon etwas näher gebracht. Da rückte sogar die Niederlage der Bell-Sieben in den Hintergrund.

25.04.2010
SVS-Damen trumpfen groß auf

Daniel Robert war erneut bester SVS-Werfer.

„Manchmal hat man Glück, manchmal Pech, am Samstag hatten wir Pech“, fasste Burkhard Bell das letzte Heimspiel seiner Mannschaft zusammen. Die Verletztenliste ist momentan sehr lang. Immerhin zogen sich die angeschlagenen Frederik Bell und Benedikt Kerbstadt die Trikots an, um ihre Teamkameraden für ein paar Minuten zu unterstützen. Die Schermbecker spielten in der ersten Halbzeit sehr ordentlich. Meist lagen sie in Führung, allerdings ohne sich entscheiden abzusetzen. Erneut in blendender Verfassung präsentierte sich Daniel Robert, der zu Hochform aufläuft. Gegen Lank setzte der Rückraumspieler den Ball elf Mal in die Lanker Maschen. Mit der Pausenführung von 15:14 konnte Burkhard Bell sehr gut leben. Mit einigen Zeitstrafen und fünf Minuten in Unterzahl fing das Problem in der zweiten Halbzeit an. Lank glich nicht nur aus, sondern ging zum ersten Mal in Führung. Diese Führung sollten die Schermbecker auch nicht mehr zurückerobern. Das lag daran, dass die SVS-Angreifer plötzlich den Ball nicht mehr ins Tor bekamen. Die Abwehr stand hingegen weiter sicher. So blieben die Gastgeber immer auf Tuchfühlung und kamen wieder auf 24:25 heran. Das 25:27 kurz vor dem Ende war dann aber eine Vorentscheidung. Nach dem 26:27 kamen die Schermbecker zwar noch einmal in Ballbesitz, aber nicht mehr wirklich zum Abschluss. Bell: „Ich hätte das Spiel gerne gewonnen, um noch in der Tabelle zu klettern. Die Niederlage ist aber sicher kein Unglück, auch wenn wir das letzte Heimspiel gerne gewonnen hätten.“

Niklas Bell, Kuhn (1), Robert (11/3), Speckamp (3), Kerbstadt, Frederik Bell (2/1), Hinz, Nölscher, Kedzierski (3), Felisiak (4), Timmermann (1), von Berg

Auch wenn es ein großartiger Sieg gewesen ist, sind die Schermbeckerinnen dem Klassenerhalt nur ein kleines Stück näher gekommen. Immerhin haben sie mit Bocholt noch eine Mannschaft überholt, die am letzten Spieltag zittern muss. Der Schlüssel zum Sieg war die Tatsache, dass die Schermbeckerinnen die HSG-Spielmacherin aus dem Spiel nahmen. Die Gastgeberinnen wechselten sich dabei geschickt ab und ließen nur drei Tore der Weselerin zu. Im Angriff erwiesen sich die Gastgeberinnen als ungewöhnlich effektiv. Nach dem 0:1 zogen die Gastgeberinnen auf 7;2 davon und führten zur 12:5. Trainer Arno Bisdorf lobte die kämpferische Einstellung: „Wir sind in die Zweikämpfe gegangen und haben so auch neun Siebenmeter rausgeholt.“ Sieben davon landeten im Weseler Tor und hatte damit einen großen Anteil am SVS-Erfolg. Wesel war merklich konsterniert. Da SVS-Torhüterin Lea Alfers auch noch einen blendenden Tag erwischt hatte, konnte im zweiten Durchgang nicht mehr viel schief gehen. Bis zur 45. Minute hatten sich die Schermbeckerinnen auf 18:9 abgesetzt. Da konnte dann wirklich nichts mehr schief gehen. Arno Bisdorf war nach der Schluss-Sirene sehr froh, aber auf keinen Fall überheblich: „Eine Niederlage in Homberg könnte immer noch den Abstieg bedeuten.“ Bei Punktgleichheit mit Bocholt oder Friedrichsfeld hätte der SVS im direkten Vergleich die besten Karten. Da Friedrichsfeld um 15 Uhr spielt und Bocholt um 16 Uhr, haben die Schermbeckerinnen aber ab 17 Uhr schon einen Informationsvorsprung. Wenn die Schermbeckerinnen aber so spielen wie gestern, kann nur noch wenig passieren.

Alfers, Bisdorf (2), Felisiak (4), Franke, Brühan (6/2), hebing, Becker, Tina Heidermann, besten, heuwing (6/5), Keller (1), Miriam Kock, Sara Kock.